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Am Greselius-Gymnasium tätig Als Bufdi in einer Schule? Massimo aus Bramsche gefällt es

Von PM. | 11.03.2019, 11:51 Uhr

Vom Schüler zum Mitarbeiter: Diesen Rollenwechsel hat Massimo Franz am Greselius-Gymnasium Bramsche (GGB) gemeistert. Er ist Bundesfreiwilligendienstleister (Bufdi) an der Schule.

Bundesfreiwilligendienst an einer Schule? Kann das wirklich interessant sein? Das fragt sich sicher so mancher, der nach seinem Schulabschluss ein Jahr Auszeit nehmen und etwas Neues probieren möchte, bevor die „richtige“ Ausbildung oder das Studium startet. Einer, der diese Frage für sich klar beantworten kann, ist Massimo Franz, zurzeit Bundesfreiwilligendienstler (Bufdi) am Greselius-Gymnasium. Und sein Urteil ist eindeutig positiv.

„Ich lerne als Bufdi die Schule aus einem ganz anderen Blickwinkel kennen“, erzählt Massimo. „Denn nun bin ich ein Mitarbeiter, kein Schüler mehr.“ Dieser Rollenwechsel sei anfangs ungewohnt gewesen.

Als Bufdi arbeitet er viel mit der Ganztagspädagogin Melanie Borgmann zusammen. Er unterstützt sie bei der Mittagsaufsicht und bietet Kindern, die die Hausaufgaben bereits erledigt haben, Möglichkeiten zum freien Spiel. Außerdem ist er immer Ansprechpartner für die jüngeren Schüler, organisiert die Pausenspielausleihe, beaufsichtigt Nachschreiber bei Klassenarbeiten und kümmert sich ums Bücherarchiv.

„Als Bufdi am GGB kann ich meine Aufgaben zum Teil aber auch selbst entwickeln, dadurch meine Fähigkeiten ausprobieren und meine Arbeitszeit frei gestalten“, freut sich Massimo Franz. Da er Sport liebt, bietet er beispielsweise eine entsprechende Arbeitsgemeinschaft an. Sein Vorgänger Jannis hatte seinen Schwerpunkt dagegen eher in der Sprachförderung der Flüchtlinge am Gymnasium gesehen.

Viel Verantwortung übertragen bekommen

„Man bekommt als Bufdi viel Verantwortung übertragen“, erinnert sich Jannis im Rückblick, „und durch das geschenkte Vertrauen wächst das Selbstvertrauen ungemein.“ Beide Mitarbeiter auf Zeit schätzen das freie Jahr nach dem Abitur als eine Orientierungszeit, in der nicht für eine Ausbildung gelernt werden muss, sondern mit neuen Erfahrungen über die Zukunft nachgedacht werden kann. Dazu dienen auch die Seminare in Bad Oeynhausen, für Massimo ein wichtiger Bestandteil der Bufdi-Zeit: „Man lernt dabei immer nette Leute kennen, die in der gleichen Situation sind, und kann sich gut austauschen.“

Im Sommer endet für Massimo Franz die Zeit am GGB. Wer seine Nachfolge antritt, ist noch unklar. Interessenten können sich ab jetzt bei Schulleiterin Barbara Bolz melden.

Kontakt: Greselius-Gymnasium Bramsche, Malgartener Str. 52, 49565 Bramsche; Tel. 05461/93510, E-Mail gymnasium@greselius.org.