Ein Artikel der Redaktion

Wie eine Obstschüssel Bramscher Gemeinden feiern ökumenischen Pfingstgottesdienst

Von Reinhard Fanslau | 10.06.2019, 18:07 Uhr

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Frühsommertemperaturen haben am Pfingstmontag Bramscher Gemeinden unterschiedlicher Konfessionen einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Der scheidende evangelisch-lutherische Superintendent Hans Hentschel moderierte die knapp eineinhalb Stunden dauernde Feier, die auf der Rasenfläche vor der St. Martinskirche stattfand.

Wie es um die Gemeinschaft der evangelisch-lutherischen Gemeinden St. Martin und St. Johannis, der katholischen St. Martinus-Gemeinde und den Baptisten sowie der Gemeinde Neues Leben steht, verdeutlichte Hans Hentschel mit dem Bild einer Obstschüssel. Dort kommen verschiedene Früchte wie Äpfel, Bananen oder Erdbeeren rein. Kleingeschnitten ergeben die einen schmackhaften Obstsalat. „Sie erleben uns hier in Bramsche ziemlich obstschalenmäßig. Wir leben in einer öbstlichen Gemeinschaft. Zusammen ergeben wir einen bunten Geschmack“, sagte Hentschel.

In Kurzpredigten von je zweieinhalb Minuten gingen die am Gottesdienst beteiligten Pastoren der verschiedenen Gemeinden auf die „zwölf Früchte des Heiligen Geistes" ein. Stellvertretend für alle seien hier zwei genannt. Andreas Morasch (Neues Leben) referierte über Geduld und Freundlichkeit: „Eine Rebe kann keine Früchte tragen, wenn sie vom Weinstock abgetrennt ist.“ Mit einem Filmtipp kam wiederum der erst seit einer Woche im Amt befindliche Pastor Jens Brandebusemeyer (St. Martinus) daher, der auf Güte und Treue einging. In „Babettes Fest“ werde gezeigt, wie ein gemeinsames Mahl Menschen verzaubern und zu einer verschworenen Gemeinschaft schweißen kann.

Passend zum Thema des ökumenischen Pfingstgottesdienstes hatte Hans Hentschel ein Geschenk für einen ganz bestimmten Gottesdienstbesucher. Bürgermeister Heiner Pahlmann nahm für die Stadt einen großen Pflaumenbaum entgegen, der seinen Standort am Hasesee finden soll. Ein Lob gab es obendrauf: „Der Baum soll auch ein großer Dank an die Politik sein, die in dieser Stadt den Kirchengemeinden stets offen und freundlich gegenüber ist“, sagte Henschel.

Mit den Fürbitten und dem Segen von Pastor Brandebusemeyer ging der ökumenische Pfingstgottesdienst zu Ende. Zum Schluss waren mehr Besucher anwesend als am Anfang, denn einige zufällig Vorbeikommende ließen sich von der harmonischen, gemeinschaftlichen Atmosphäre des Gottesdienstes anstecken, blieben stehen oder nahmen auf noch freien Bänken auf dem Rasen Platz.

TEASER-FOTO: