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Zusammenlegung in allen Köpfen Bramscher Kreisliga-Fußballer starten mit Heimspielen

Von Matthias Benz | 01.08.2019, 15:41 Uhr

Eine ziemlich umkämpfte Saison 2019/20 erwarten viele Beobachter in der Kreisliga Nord: Wegen der Zusammenlegung der Kreisligen in der Region Osnabrück werden voraussichtlich sieben Mannschaften aus der Nordstaffel absteigen. Am Wochenende findet der erste Spieltag statt und die drei Bramscher Teams starten jeweils mit Heimspielen.

Den Auftakt macht bereits heute um 19.30 Uhr der SC Epe-Malgarten gegen Bezirksliga-Absteiger TV Bohmte. Während die Gäste in der Spitzengruppe erwartet werden, gehören die Eper zu jenen Teams, die sich für einen einstelligen Tabellenplatz und dem damit verbundenen Klassenerhalt gewaltig strecken müssen. „In einer normalen Saison wäre unser Ziel der Klassenerhalt, aber das wird natürlich ganz schwer“, weiß der neue SCE-Trainer Lars Kespohl.

„Wir wollen mal schauen, was wir mit der Mannschaft erreichen können. Wir wollen kämpfen, konstante Leistungen zeigen und den einen oder anderen Gegner ärgern.“ Die Gelegenheit bietet schon die Auftaktpartie, denn: „Bohmte ist ein Gegner, der wohl in anderen Sphären spielt als wir“, meint Kespohl. Der Kader ist im Sommer intakt geblieben, mit Sebastian Pohl (Bänderriss) wird aber ein wichtiger Spieler die ersten Wochen wohl verpassen.

Für Epe soll es aber ohnehin nicht so sein, dass einzelne Spieler den Ausschlag geben. „Wir haben nicht die großen Individualisten. Wir müssen über das Kollektiv kommen“, sagt Lars Kespohl, dem die Stimmung in der Mannschaft wichtig ist. „Wir haben einen kleinen Kader, aber in der Vorbereitung haben alle gut mitgezogen.“

Ganz andere Ambitionen hat der FCR Bramsche, der am Sonntag um 15 Uhr auf dem Wiederhall gegen Eintracht Neuenkirchen antritt. „Wir wollen die ersten drei Plätze erreichen und nach Möglichkeit auch ganz oben stehen“, verdeutlicht Coach Heino van den Berg das Saisonziel. In der vergangenen Saison habe dem Team noch Konstanz und Erfahrung gefehlt, da die Truppe aber fast unverändert in die neue Spielzeit geht, könne man in diesen Bereichen wohl Verbesserungen erwarten.

Unter den Konkurrenten sieht van den Berg außerdem keine „Übermannschaft“, doch der Saisonstart wird es bereits in sich haben. Nach dem Spiel gegen den Vorjahressechsten aus Neuenkirchen geht es zum Vizemeister nach Merzen und anschließend kommt Bohmte. „Da wird sich schon zeigen, wohin der Weg gehen kann. Wir müssen vom ersten Spiel an stabil sein“, fordert Heino van den Berg.

Die Vorbereitung sei gut verlaufen. „Wir haben viele Spiele gemacht und fast immer gegen höherklassige Teams gespielt“, berichtet der Trainer. Der FCR habe dabei einen guten Eindruck gemacht. Ein paar Spieler seien zwar angeschlagen und ihr Einsatz am Wochenende noch fraglich, doch die Chancen stünden gut, dass die Bramscher am Sonntag mit komplettem Kader den Auftakt bestreiten.

Für den SC Achmer besteht nach zwei guten Mittelfeldplätzen in den vergangenen Jahren nun die berechtigte Hoffnung, die Qualifikation zur Kreisliga zu schaffen. Allerdings lief die Vorbereitung eher „durchwachsen“, wie Trainer Mark Barrenpohl findet. „Die Jungs ziehen gut mit, aber wegen Urlaub, Arbeit oder Studium waren wir nur selten vollzählig. Es sind noch nicht alle hundertprozentig fit.“

Der Kader wurde durch Christoph Krieger (aus Engter) und Torwart Kai-Torben Hoffeld (Epe) nur punktuell verstärkt. Doch die Konstanz hat aus Barrenpohls Sicht nicht nur Vorteile. „Ich gehe jetzt in das vierte Jahr in Achmer und es hat immer wenig Fluktuation gegeben. Wir müssen aufpassen, dass es nicht so dahinplätschert. Man darf nicht glauben, dass ein Platz in der oberen Tabellenhälfte selbstverständlich ist.“ Er erwartet ein „Hauen und Stechen“ um den Klassenerhalt. „Die Qualifikation hätte wohl den gleichen Stellenwert wie der Aufstieg vor zwei Jahren.“

„Wir haben einen großen Kader, aber ich hoffe, dass wir von Verletzungen verschont bleiben.“ Für den ersten Spieltag am Sonntag gegen TSV Wallenhorst II sei zum Beispiel der Einsatz des verletzten Torwarts Florian Bury schon fraglich. Immerhin hat es der Spielplan relativ gut gemeint mit dem SC Achmer. „Wir haben mit Wallenhorst und danach Ostercappeln zwei Heimspiele am Anfang. Da ist es schon unser Anspruch, beide Spiele zu gewinnen.“