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Acht fröhliche Männer unter sich Bramscher Kegelclub „Einer steht noch“ feiert 40-jähriges Bestehen

Von Holger Schulze | 11.08.2019, 17:15 Uhr

Vor 40 Jahren – im Juni 1979 – wurde in Bramsche der Kegelclub „Einer steht noch“ gegründet. „Das ist doch ein Grund zum Feiern“, meinte Präsident Jan van den Maagdenberg.

Einmal im Monat trifft sich die Gruppe. Verblieben und immer noch aktiv sind dabei die Kegelbrüder Wilfried Burow, Herbert Dödtmann, Werner Dödtmann, Günter Menke, Thomas Gosmann, Jan van den Maagdenberg und Erik Spaninks. Der Achte im Bunde ist Andreas Schwan.

„Wir sind ein eingeschworener Haufen, der nie das Kegeln aufgibt, solange es noch geht“, versicherte van den Maagdenberg mit Blick auf die zurückliegenden vier Jahrzehnte. Streng unter sich – sogar das in der Vergangenheit hier und da stattfindende Grillen gemeinsam mit den Frauen im Gehn ist inzwischen nicht mehr Bestandteil des Clublebens – pflegen die acht Mitglieder eine ausgesprochen einvernehmliche Gemeinschaft. „Ich als Präsident habe sogar die Demokratie abgeschafft“, schilderte Jan van den Maagdenberg augenzwinkernd die hierarchischen Strukturen in der Gruppe. Auswirkungen hat dies jedoch keine. Denn alle Entscheidungen, die das Gemeinschaftsleben betreffen, werden stets einvernehmlich gefällt. Ist auch nur ein Mitglied nicht überzeugt, wird es entweder überredet oder der Plan findet nicht statt.

Angefangen hat der Club mit dem Kegeln im Idingshof. Bischof Reddehase und Adria waren nachfolgende Treffpunkte. Nun ist man in den "Drei Eichen" bei den Tiedemanns gut aufgehoben.

Eine erste Kegelfahrt 1980 führte nach Norderney. Von da an ging es jährlich mit „Sambafahrten mit Tanz und Highlife“ weiter. Zunächst mit bis zu elfstündigen Zugfahrten nach Sonthofen, ins Kleinwalsertal oder nach Oberstdorf. Abends wurde schließlich gefeiert. Auch Flugreisen nach Mallorca, Kroatien oder Bulgarien unternahmen die Kegelbrüder in vier Jahrzehnten Clubgeschichte.

„Heute lassen wir es ruhiger angehen. Jetzt wird viel mit dem Rad gefahren. Hauptsache, es macht Spaß. Ein Muss ist natürlich der obligatorische Frühschoppen, ohne den geht es gar nicht“, beschreibt van den Maagdenberg das aktuelle Gruppenleben außerhalb der Kegelbahn. Weiterhin ohne die Frauen, „vielleicht sind wir ja deswegen auch so lange beisammen”, mutmaßt der Präsident und setzt ein schelmisches Lächeln auf.

In den vergangenen 40 Jahren gelang den Kegelbrüdern Max Egger und Günter Menke übrigens der ganz seltene Wurf „Acht ums Vordereck“, bei dem nur der vorderste Kegel stehenbleibt. Eine Besonderheit bei den „Einer steht noch“-Mannen ist ferner das in Eigenregie entwickelte Computerprogramm, das vom Getränkeumsatz bis hin zu den geworfenen Pumpen alles akribisch festhält, was während der Kegelabende so passiert.

So lange es noch geht, wollen die „Einer steht noch“-Kegler ihr Hobby fortsetzen. Und wer die vitale und gesellige Männertruppe donnerstagabends erlebt hat, hat kaum Zweifel daran, dass das 50-jährige Jubiläum auch noch gemeinsam gefeiert werden wird.