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Bescheide Mitte März Positives Fazit der Stadt Bramsche zum neuen Kita-Anmeldeportal

Von Hildegard Wekenborg-Placke | 30.01.2020, 07:08 Uhr

Anfang November 2019 ist in Bramsche ein neues Anmeldeportal für die Kindertagesstätten an den Start gegangen. Ende Januar 2020 zieht die Verwaltung ein erstes positives Zwischenfazit.

"Null Nachfragen", sagt Nicole Hermeling knapp, die das Portal auf Seiten der Stadtverwaltung betreut. "Null Beschwerden", ergänzt Bramsches Pressesprecher Yannick Richter, der auch für das städtische Beschwerdemanagement zuständig ist. Für den Ersten Stadtrat Ulrich Willems ist das ein äußerst positives Zeichen. Das Portal, das über die Internetseite der Stadt zu erreichen ist, scheine den jungen Eltern keine Schwierigkeiten bereitet zu haben, fasst er zusammen.

Dabei handele es sich nicht, das ist dem Team der Stadt wichtig, um ein Anmelde- sondern eher um ein Registrierungsportal, in dem jeder Wunsch nach einer "Änderung der Betreuungsform", wie es offiziell heißt, angegeben werden muss. Die Eltern geben den Namen des Kindes ein, den Betreuungsbedarf, drei Wunsch-Kitas mit der Priorität eins bis drei und bekommen nach erfolgreicher Registrierung eine Bestätigung. Alle Bramscher Kitas sind in das Projekt eingebunden. Krippenkinder, die innerhalb einer Einrichtung in die Kita-Gruppen wechseln sollen, müssen ebenfalls eingetragen werden, so dass die Zahl der Registrierungen deutlich höher ist als die der Neuanmeldungen. So erklärt es sich auch, dass rund 500 Registrierungen rund 300 freien Plätzen gegenüber stehen.

Zweite Phase

Am 15. Januar zündete jetzt die zweite Phase des Projektes. Das System ist so programmiert, dass die Wünsche entsprechend dieser Prioritätenliste jetzt in den Einrichtungen abgearbeitet werden. Die Kindertagesstätten gleichen die Erstanmeldungen mit ihrem Platzangebot ab und melden das Ergebnis der Stadt. Zwei Wochen sind für diesen Prozess vorgesehen. Dann sind die Zweit-und schließlich wieder zwei Wochen später die Drittwünsche dran. Am 13. März gehen dann die Bescheide heraus und zwar alle gleichzeitig, wie der Leiter des zuständigen Fachbereichs 3, Wolfgang Furche, betont. Ersten Rückmeldungen zufolge könnten wahrscheinlich rund 70 Prozent der Erstwünsche berücksichtigt werden. "Wir sind ganz guten Mutes", meint Willems. Genaue Aussagen könne man aber nicht vor Ende Mai 2020 treffen, weil erst dann feststeht, wie viele der insgesamt 310 schulpflichtigen Kinder eingeschult werden. Bis dahin haben in 40 Fällen Eltern Zeit zu entscheiden, ob ihre zwischen dem 1. Juli bis zum 30. September geborenen sogenannten Flexi-Kinder bereits eingeschult werden sollen oder nicht. 140 Plätze würden in den Krippengruppen frei werden, weil Ü3-Kinder in den Kindergarten wechselten,so Willems.

250 Krippenplätze

Insgesamt gibt es in Bramsche 250 Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren und 885 Plätze für Mädchen und Jungen im klassischen Kindergartenalter über drei Jahren. Wenn der neue Kindergarten St. Martin 2021 an den Start geht, werden es sogar 921 Plätze sein. Mit den beiden neuen Krippengruppen, die dort eingerichtet werden, verfügt Bramsche dann über 19 Krippengruppen, die allerdings nicht alle gleich groß sind, und rund 280 Plätze für Kinder unter drei Jahren. "Da ist durchaus noch Luft nach oben. Die Nachfrage wächst weiter", resümierte Willems.

233 kleine Bramscher werden von Tagespflegepersonen betreut. Davon sind 87 jünger als drei Jahre, 36 Kinder drei bis fünf Jahre und 110 älter als sechs Jahre. Das hänge auch damit zusammen, dass an einigen Schulen Tagesmütter im Rahmen des Ganztagsangebotes eingesetzt würden, erläutert Hermeling.

Der Erste Stadtrat bekräftigte die Position der Verwaltung, zusätzliche Angebote im Zweifelsfall "lieber in der Kernstadt als an der Peripherie" zu schaffen. Besonders in Sögeln war immer wieder der Wunsch nach einer eigenen Krippengruppe laut geworden. Einen Silberstreif am Himmel dürfte man in dem Ortsteil allerdings sehen: Die Awo-Kita solle durch einen An- und Umbau als eingruppige Einrichtung mit Großtagespflege zukunftsfähig gemacht werden, bestätigte die Verwaltung.