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Zweite Ortsteilwerkstatt Bohmte: Mehrere Kreisel auf der Bremer Straße?

Von Rainer Westendorf | 19.06.2015, 18:44 Uhr

Der südliche Teil der Bremer Straße in Bohmte soll neu gestaltet werden. Idee und Anregungen dazu sollen aus einer Ortsteilwerkstatt kommen. Am Donnerstagabend fand das zweite Treffen im Landgasthaus Gieseke-Asshorn statt.

Begleitet wird die Ortsteilwerkstatt von den Büros Convent Mensing aus Hamburg und SHP Ingenieure aus Hannover. Klaus Mensing sowie Jörn Janssen und Sabrina Stieger vom Büro SHP waren beim Treffen in Bohmte vor Ort. Die SHP Ingenieure stellten erste Entwurfsvarianten vor.

„Heute überlegen wir, wie es im Detail weitergeht“, sagte Moderator Klaus Mensing. Und auf weitere Details haben sich die Teilnehmer der Ortsteilwerkstatt am Ende des Treffens verständigt.

Jörn Janssen und Sabrina Stieger riefen zunächst noch einmal die Ergebnisse der ersten Werkstatt in Erinnerung. Dazu zählen folgende Punkte: Der Seitenraum der Bremer Straße soll als so genannte Mischfläche erhalten bleiben. Es gibt also keinen eigenen Fahrradweg. Die Hochborde sollen entfernt werden. Stichwort: Barrierefreiheit. Ziel ist es auch, möglichst viele Parkplätze entlang der Straße zu erhalten und mehr Grün durch das Pflanzen von Bäumen zu schaffen.

Diskutiert wurde während der ersten Zusammenkunft auch über die Anlage von Mini-Kreisverkehren, so wie sie in der Nachbargemeinde Bad Essen auf der Garten- und der Lindenstraße angelegt worden sind.

Seit vielen Jahren ein Thema in Bohmte ist die Belastung durch den Lkw-Verkehr. Shared Space hat den Verkehrsfluss verbessert. „Aber die Zahl der Lkw leider nicht reduziert“, wie Bürgermeister Klaus Goedejohann anmerkte. Täglich sind auf der Bremer Straße rund 11500 Fahrzeuge unterwegs, darunter 850 Lkw. „Das ist eine große Anzahl, mit der man sich auseinandersetzen muss“, so Jörn Janssen. Im Herbst wird in Bohmte übrigens eine detaillierte Verkehrszählung durchgeführt. Hintergrund ist die EU-Umgebungslärmrichtlinie. Eine Frage wird dann sein, wie diese Resultate in das Konzept zur Neugestaltung der Straße einfließen sollen beziehungsweise können.

Entwürfe vorgestellt

Die Ortsteilwerkstatt hat sich für erste Entwurfsvarianten entschieden und den Ingenieuren Arbeitsaufträge mit auch den Weg nach Hannover gegeben. Eine große Mehrheit der Teilnehmer hat für die Umgestaltung der Einmündung Bremer Straße, Wehrendorfer Straße/Osnabrücker Straße gestimmt. Dort soll nach den Vorstellungen der Bürger ein Kreisverkehr angelegt werden. Alternative wäre eine Änderung der derzeit geltenden Vorfahrtsregelung. Geschehen muss hier auf jeden Fall etwas, darin ist sich die Ortsteilwerkstatt einig. Weitere Mini-Kreisverkehre sind auf der Bremer Straße gewünscht. So in Höhe Bahnhof/Rathaus, an der Einmündung zum Hauweg und auch in Höhe der Gärtnereien Fortmann und Düvel. Die Ingenieure sollen nun prüfen, ob und wo das planerisch und rechtlich machbar ist.

Wie könnte die Fahrbahn künftig gestaltet sein? Darüber haben die Bürgen an diesem Abend außerdem ausführlich gesprochen. Die Tendenz geht derzeit dahin, dass Radfahrer auf der Bremer Straße fahren dürfen sollen. Zudem soll aber auch die Benutzung eines kombinierten Rad-Gehwegs erlaubt sein. Also: Wer sich sicher fühlt, kann auf der Straße fahren., Wer nicht, darf den Gehweg nutzen. Ein Vorschlag ist, auf der Bremer Straße Schutzstreifen zu markieren, so, wie es bei der Umgestaltung der Hunteburger Ortsdurchfahrt gemacht wurde. Wie geht es weiter? Nach den Sommerferien und der geplanten Verkehrszählung soll dann die dritte Ortsteilwerkstatt in Bohmte zusammenkommen.