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Zweite Chance für den ausgelesenen Krimi Erster öffentlicher Bücherschrank in Bohmte

Von Karin Kemper | 21.07.2011, 16:26 Uhr

„Der öffentliche Bücherschrank lebt von der Interaktion der Bürger“, unterstreicht Bürgermeister Klaus Goedejohann. Das heißt: Jeder ist eingeladen, sich zu bedienen und sich mit Lesefutter zu versorgen – kostenlos – oder kann Bücher für andere hineinstellen.

Hinter der Idee der öffentlichen Bücherschränke, einem Projekt von RWE Deutschland, steht das Bestreben, Mitmenschen auf einfache Art und Weise zum Lesen anzuregen. Dass sich die Gemeinde beworben hatte, einen solchen Bücherschrank zu erhalten, und den Zuschlag bekommen hatte, war bereits im Rat der Kommune mitgeteilt worden. Inzwischen steht der Schrank auf dem Bahnhofsvorplatz – einsatzbereit. Er ist 2,20 Meter hoch und 60 Zentimeter breit und hat Platz für rund 250 Bücher. In die Regalfächer können die Bohmter ab sofort Bücher hineinstellen. So findet der gelesene spannende Krimi, der daheim kaum noch Beachtung findet, vielleicht bald einen neuen Leser. Gleiches gilt für Kochbücher, wenn sich der Geschmack der Familie gewandelt hat oder wenn ein Buch doppelt gekauft wurde. Echte Leseratten tun sich bekanntlich schwer, Lesefutter über die grüne Tonne zu entsorgen...

Auf eine unerwartete Erfahrung wies Johannes Geers (RWE) hin: Leere Bücherschränke gibt es nicht. Vielmehr muss regelmäßig Platz geschaffen werden. Davon profitierten die Bohmter. Bei der Einweihung hatte allerdings auch Edith Schröder, Leiterin der Bohmter Bücherei, an die Bestückung gedacht. Die Patenschaft für den Bücherschrank hat die Gemeindebücherei übernommen. Das heißt, es wird sich um die Pflege des Schrankes gekümmert und nach dem Rechten gesehen. Gut zu wissen ist zudem, dass die Gemeindebücherei in den Sommerferien geöffnet ist.

Der RWE Bücherschrank wurden vom Architekten Hans Jürgen Greve entwickelt und hat sich bereits in vielen Städten bewährt – dank Stabilität und Wetterfestigkeit.