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Wolke hielt Fachzug in Atem Hunteburg: Ursache des Großbrandes noch offen

Von Andreas Schnabel | 22.07.2014, 17:09 Uhr

Die Brandursache für das Großfeuer im Kompostierwerk an der Dammer Straße in Hunteburg-Schwegermoor, bei dem ein Sachschaden von mehreren Millionen Euro entstanden ist, ist noch nicht bekannt.

Ein Angestellter hatte am Sonntag gegen 15.20 Uhr zufällig Rauch über einer Kompostierungshalle festgestellt und die Feuerwehr alarmiert. Vermutlich war es in einer der beiden etwa 200 mal 40 Meter großen Hallen zu einem Brand von Kompost im Feinsiebbereich gekommen.

Das Feuer konnte dann ersten Ermittlungen zufolge über eine „Transportschnecke“ in die benachbarte Halle übergreifen und sich ausbreiten.

In der Konsequenz brannten beide Hallen mit dem darin befindlichen Kompost und zahlreichen Großmaschinen nahezu vollständig aus . Auch eine hinter den Hallen befindliche großflächige Fotovoltaikanlage wurde durch den Brand vernichtet. Die Rauchentwicklung des Brandes war so groß, dass sie kilometerweit zu sehen war.

Die Feuerwehren des Altkreises Wittlage wurden verstärkt durch Wehren aus Damme, Steinfeld, Belm, Osnabrück, Georgsmarienhütte, Ankum, Bramsche und der Feuerwehrbereitschaft Süd.

Aufgrund einer Löschwasserknappheit musste, wie berichtet, ein Fahrzeugpendelverkehr für Nachschub sorgen. Ein Spezialtrupp der Feuerwehr führte Rauchgasmessungen durch, die lediglich eine leicht erhöhte Belastung direkt am Brandort ergaben.

Mit dem Zugführer des Fachzuges, Oliver Brune, war auch dessen Stellvertreter Markus Gehle mit dem gemeinsamen Fachzug Messen und Spüren aus Stadt und Landkreis Osnabrück am Einsatzort in Schwegermoor, um eine schnelle und flächendeckende Information über den Weg und die Auswirkung der Rauchwolke zu bekommen.

Es waren, inklusive Messfahrzeug des Landkreises Vechta, allein 48 Einsatzkräfte nur im Fachzug Messen und Spüren tätig, um Gefahren mit Blick auf Schadstoffe in der Luft abzuwehren.

Die Einbindung des Messfahrzeuges aus dem Landkreis Vechta hat laut Gehle „sehr gut geklappt.“

Von zwei Messleitfahrzeugen wurden sechs Messfahrzeuge, inklusive des Messfahrzeuges aus dem Landkreis Vechta, und zwei Messhilfsfahrzeuge disponiert, also insgesamt acht Fahrzeuge. Dabei wurden 24 Messpunkte in bis zu 16 Kilometer Entfernung von der Einsatzstelle angefahren und abgearbeitet.

Als Messschwerpunkte sind Krankenhäuser, Altenheime oder, an Werktagen, zusätzlich Kindergärten und Schulen festgelegt. Messtechnisch konnte die Rauchwolke bis hinter der Ortschaft Steinfeld nachgewiesen werden, dabei wurden aber keine Grenzwerte überschritten. Zusätzlich wurden kontinuierlich im Nahbereich Messungen zum Schutz der Einsatzkräfte durchgeführt.

Unterstützt wurden die Feuerwehren bei ihrem k räftezehrenden Einsatz von 27 Angehörigen des Deutschen Roten Kreuzes. Polizeibeamte aus Bohmte, Bramsche und Damme sowie Motorradstreifen aus Osnabrück sperrten den Einsatzbereich weiträumig ab. Die Arbeit der Einsatzkräfte am Brandort wurde dabei teilweise durch Schaulustige erschwert, die über Seitenwege an den Brandort heranfahren wollten. In den Nachtstunden war das Feuer gelöscht.

Ein Feuerwehrmann wurde im Einsatz leicht am Knie verletzt. Die Polizei nahm noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen zur Brandursache auf.