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War es Brandstiftung? Hunteburg: 500 Strohballen in Flammen

Von Hubert Dutschek | 06.10.2014, 08:27 Uhr

Bis zu 500 Strohballen haben am frühen Montagmorgen zwischen Hunteburg und Herringhausen lichterloh in Brand gestanden. Die Feuerwehr brachte die Flammen aber schnell unter Kontrolle.

In der Nacht zu Montag wurde der Brand von Strohballen an der Hunteburger Straße gemeldet. So alarmierte die Regionalleitstelle Osnabrück die zuständige Ortsfeuerwehr Herringhausen um 1.32 Uhr. Eine genaue Ortsangabe lag nicht vor. Bei dichtem Nebel fuhren die Feuerwehrkräfte in Richtung Hunteburg. Dort kamen sie auf eine gewaltige Flammenwand zu. Es brannten Rundballen Stroh, die auf einem Feld auf einer Länge von 100 Metern gelagert waren, in voller Ausdehnung. Die Herringhauser Feuerwehrkräfte leiteten die ersten Löscharbeiten ein. Die nun zuständige Ortsfeuerwehr Hunteburg wurde gerufen, kurze Zeit später auch die Ortsfeuerwehr Bohmte. Die Einsatzleitung übernahm Hunteburgs Ortsbrandmeister Helmut Meyer.

Wie sich herausstellte, brannten etwa 500 Rundballen Stroh, die am Feldrand in einer langen Reihe aufgestapelt worden waren. Angrenzende Bäume hatten bereits Feuer gefangen. Wichtig war es nun, die Brandausbreitung in das Waldstück zu verhindern. An einem Hydranten wurde ein Standrohr gesetzt. Schlauchleitungen wurden verlegt sowie eine Verstärkerpumpe zur Druckerhöhung auf halber Strecke in Betrieb genommen. An der Hunte wurden zwei Pumpen aufgestellt, die jeweils über eine Leitung das Wasser zum Brandort förderten. Dazu mussten unzählige Schlauchleitungen gekuppelt und über mehrere hundert Meter verlegt werden. Aus vielen Strahlrohren und einem Wasserwerfer wurde der Brand bekämpft. Zwei Traktoren unterstützen die Löscharbeiten, indem das brennende Stroh auseinander gefahren und dann abgelöscht wurde. Der massive Wassereinsatz zeigte Erfolg. Im Morgengrauen war der Brand gelöscht.

Polizeibeamte nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen auf. Da das gelagerte Stroh auf der gesamten Länge in Brand stand, wird als Brandursache Brandstiftung vermutet. Eine Selbstentzündung bei Stroh, das in diesem Sommer gepresst und gelagert wurde, ist ausgeschlossen. Der Gesamtschaden durch den vollständigen Verlust des Strohs dürfte bei etwa 20000 Euro liegen.

Die Polizei bittet, verdächtige Beobachtungen an der Herringhauser Straße in Hunteburg unter Telefon 05471/9710 zu melden.