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Viel Geld in die Hand genommen Gemeinde Bohmte investiert in Kindergärten

Von Karin Kemper | 25.03.2016, 15:00 Uhr

Die Gemeinde Bohmte plant erhebliche Investitionen im Rahmen eines Kindertagesstättenentwicklungsplans, von dem alle fünf Kindergärten in der Kommune profitieren sollen.

Am weitesten fortgeschritten sind die Vorbereitungen für die Schaffung einer zusätzlichen Krippengruppe am katholischen Kindergarten St. Johann , wo der bisherige Gemeindesaal eine neue Nutzung erfahren wird. In der jüngsten Sitzung des Bohmter Gemeinderates in der Gemeinschaftshalle Stirpe-Oelingen teilte Erste Gemeinderätin Tanja Strotmann mit, dass im Haushalt ein Zuschuss der Kommune in Höhe von 664550 Euro eingeplant ist. Das Land Niedersachsen hat eine Förderung von 180000 Euro bewilligt.

Kindergarten Wirbelwind

Um den kommunalen Kindergarten Wirbelwind angemessen räumlich auszustatten, eine Nachmittagsgruppe in eine Ganzstagsgruppe umzuwandeln und fehlende Räume für das Familienzentrum zu schaffen, liegen inzwischen Entwürfe vor. Der Kostenansatz liegt, so Strotmann bei 1,7 Millionen Euro. 500000 Euro sind für das Haushaltsjahr 2016 veranschlagt, der Rest für 2017. Allerdings soll darauf hingewirkt werden, die Gesamtmaßnahme innerhalb eines Kostenrahmens von 1,4 Millionen Euro zu realisieren.

Architekten an der Reihe

Gespräche mit den anderen drei Kindergärten, dem Kindergarten Hummelhof in Herringhausen sowie dem evangelischen und dem katholischen Kindergarten in Hunteburg, laufen. Jetzt sind Architekten dabei zu Entwürfe zu erstellen. Die Kostenpläne, so die Erste Gemeinderätin, sollen dann im Sommer vorliegen.

Bürgermeister Klaus Goedejohann machte deutlich, dass für Herringhausen nicht ganz kurzfristig Fördergelder für die Schaffung von Krippenplätzen beantragt werden sollen. Er sagte: „Die Gefahr ist überschaubar, dass die Förderprogramme auslaufen.“

Norbert Kroboth (CDU) machte in der Ratssitzung deutlich, dass sich niemand im Jahr 2015, als die Planungen rund um den Kindertagesstättenentwicklungsplan angedacht wurden, habe den Umfang der anstehenden baulichen Maßnahmen vorstellen können. Kroboth: „Wir haben festgestellt, dass erhebliche Mängel bestehen, die beseitigt werden müssen.“ In Gesprächen wurden die Wunschvorstellungen der Kindergärtenleitungen abgefragt. In der Folge erstellte die Verwaltung ein Konzept, das dem (erfolgreichen) Feuerschutzkonzept strukturell ähnelte.

Mehr Tempo gefordert

Seitens der Landesschulbehörde, die auch für die Kindertagesstätten zuständig ist, sei mehr Tempo gefordert worden. Kroboth: „Wir sind dankbar, dass sämtliche Ausschüsse dafür stimmten, die Maßnahmen zügig anzugehen.“ Weiteren Dank richtete der Ratsherr an alle, die den Kindertagesstättenentwicklungsplan auf die Beine gestellt hatten.

Winfried Buchsbaum (SPD) betonte, dass rund 2,5 bis 3 Millionen Euro in den Infrastrukturbereich der Kitas fließen müssten. Und zukünftig müsse auch über die Öffnungszeiten und spezielle Anforderungen an die Fachkräfte nachgedacht werden. Und auch das werde Geld kosten. Thomas Rehme (SPD) sagte: „Es ist genau richtig, dass wie in Kitas investieren. Das ist inzwischen ein Standortfaktor. Eltern fragen nach Betreuungsplätzen.“