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Versammlung in Bohmte DRK-Kreisverband Wittlage blickt zurück auf arbeitsreiches Jahr

Von Hubert Dutschek | 01.12.2015, 22:33 Uhr

Der DRK-Kreisverband Wittlage hat jetzt im Landgasthaus Gieseke-Asshorn in Bohmte seine Jahresmitgliederversammlung durchgeführt. In den Berichten der einzelnen Abteilungen wurde deutlich, dass im Jahr 2015 wertvolle Arbeit geleistet worden ist.

Das erste Grußwort sprach Bohmtes Bürgermeister Klaus Goedejohann: „Nach guter Tradition überbringe ich die Grüße der drei Altkreisgemeinden. Im Miteinander mit THW und Feuerwehr haben wir vielfältige Aufgaben bewältigt.“ Der Landtagsabgeordnete Clemens Lammerskitten wies darauf hin, dass das Verteilen von Geld nicht ausreiche, um die Probleme im Zusammenhang mit der Flüchtlingslage zu lösen. Er dankte den Helfern für die umfangreich investierte Freizeit. Kreisrat Dr. Winfried Wilkens betonte vor allem die einzigartige und vorbildliche Kooperation der drei Gemeinden Bohmte, Bad Essen und Ostercappeln.

Der stellvertretende Landesbereitschaftsleiter Holger Klünder erwähnte, dass bisher rund 5000 DRK-Kräfte im Rahmen der Flüchtlingshilfe in Niedersachsen im Einsatz gewesen seien. Nach seinem Grußwort überreichte er Kai Kuckert die Ernennungsurkunde zum Kreisbereitschaftsleiter.

Bericht des Vorsitzenden

Im gut besuchten Saal gab es keinen Vorstandstisch. DRK-Helfer, Vorstandsmitglieder und Politiker hatten an Tischgruppen Platz genommen. „Wir wollen deutlich machen, dass wir alle in einem Boot sitzen und eine gute Gemeinschaft bilden“, sagte DRK-Vorsitzender Rainer Ellermann zu Beginn seines Jahresberichts.

Ellermann dankte für die breite Unterstützung beim Ankauf der Immobilie Lindenstraße 193, die durch den Umzug des Wasserverbandes an einen neuen Standort frei werde. In die Räumlichkeiten in der Mitte Wittlages wird der DRK-Kreisverband einziehen . Der notarielle Verkaufsvertrag der Immobilie am Rabber Kirchweg wurde inzwischen geschlossen. „Somit sind die Grundlagen für eine dringend notwendige Neuaufstellung des DRK-Kreisverbandes geschaffen“, so Ellermann.

Sozialstation

Weiter berichtete der Vorsitzende über die Sozialstation im Altkreis Wittlage, einer gemeinnützigen GmbH, bei der das DRK mit einem Geschäftsanteil beteiligt sei. „Gutes Personal versorgt die Patienten verantwortungsbewusst und professionell“, sagte Ellermann. Im Frühjahr 2016 werde eine Tagespflege für zwölf Personen angeboten; die Baumaßnahmen dazu seien im Gange.

Ausgehend von der Gründung des Roten Kreuzes durch Henry Dunant beschrieb Ellermann die gegenwärtigen Aufgaben des DRK: „Die Hilfe des Roten Kreuzes ist neutral und unparteilich. Wir sind dem Menschen verpflichtet, daher kümmern wir uns um die, die in Not sind, völlig unabhängig davon, woher sie kommen.“

Bericht des Geschäftsführers

Ulrich Sälter, seit 2015 Geschäftsführer des Kreisverbandes, nannte Schwerpunkte seiner Arbeit: den Informationsfluss zwischen den Ortsvereinen und den Ressortleitern fördern, die Mittelbeschaffung sowie die Förderung und Betreuung der passiven Mitglieder. Die Zusammenarbeit mit der Sultan Murad Moschee in Linne sei im Blutspendebereich erfolgreich. Daraus schöpfe man die Hoffnung, auch an dieser Stelle neue Mitglieder gewinnen zu können, so Sälter. Insgesamt sei die Anzahl der passiven Mitglieder und damit auch das Beitragsaufkommen in den letzten Jahren stetig gesunken. Die Altkleidersammlung habe sich positiv entwickelt.

Kreisbereitschaftsleiter Kai Kuckert stellte die Bedeutung der Aus- und Weiterbildung in den Bereitschaften hervor. So werde gewährleistet, dass bei Einsätzen und Diensten nur entsprechend geschultes Fachpersonal eingesetzt werde. Beim Hurricane-Rockfestival leisteten 30 Helfer an vier Tagen mehr als 1500 Stunden. Es wurden rund 250 Patienten individuell versorgt. Umfangreich waren DRK-Kräfte des Kreisverbandes Wittlage im Rahmen der Flüchtlingshilfe an verschiedenen Orten in Niedersachsen im Einsatz. „Wir haben das getan, was notwendig war – und zwar: Leiden mindern und Menschen helfen“, berichtete Kuckert.

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Ausbildungsleiter Jürgen Kluge gab bekannt, dass mit dem Team, das aus neun Ausbildern und fünf Ausbildungshelfern besteht, 1200 Personen in Erster Hilfe ausgebildet wurden.

Jugendrotkreuz

Friederike Reinecke berichtete über die Aktivitäten des Jugendrotkreuzes. In Bad Essen konnte erst kürzlich eine neue Gruppe mit fünf Kindern im Alter von sechs bis acht Jahren gegründet werden. In den regelmäßigen Gruppenstunden üben sich die Jungen und Mädchen in Erster Hilfe und lernen das Rote Kreuz mit seiner Geschichte und seinen Grundsätzen kennen. Spiel und Spaß stehen dabei im Vordergrund.

Zum Schluss der Versammlung dankte Ellermann für die geleistete Arbeit mit den Worten: „Es macht immer Spaß, mit euch zu arbeiten. Ihr seid eine tolle Truppe.“