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Stimmungen eingefangen Hüder Dorfhaus lädt zur Kunstschau ein

Von Christa Bechtel | 19.06.2016, 20:32 Uhr

Ihre Liebe zur Malerei entdeckte Barbara Tschach 2006, als sie einen Malkurs bei Ulrike Schwartz in Unkel am Rhein besuchte. Die Schönheit der farbigen Welt hat es dagegen dem Bilfinger Maler Wolf-Dieter Iding angetan. Unter dem Motto „Unterwegs“ stellen beide Künstler ab Samstag, 2. Juli, rund 40 ihrer Werke im Hüder Dorfhaus aus. Barbara Tschach Aquarellbilder, Wolf-Dieter Iding Ölbilder.

Zur Vernissage am 2. Juli, 11 Uhr, wird Sabine Hacke, Leiterin des Lembrucher Dümmer-Museums, in die Ausstellung einführen. - „Als Erstes wenn er reinkommt, baut er seine Staffelei auf und fängt an zu malen“, erzählt die Hüderin Angelika Lüters, Mitorganisatorin der Ausstellung, dass Wolf-Dieter Iding seit etwa fünf Jahren, manchmal sogar zweimal im Jahr, in ihrem Ferienhaus Urlaub macht; auch länger, so drei bis fünf Wochen. „Er sagt immer, dass der Dümmer ein besonderes Licht hat. Das gibt ihm besondere Ideen und Impressionen“, verrät die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lübbecke, die zu dem Künstler sagte: „Damit auch andere Menschen deine wunderschönen Bilder sehen, musst du unbedingt hier ausstellen.“

Iding findet seine Motive wie das schottische Hochland, die norwegischen Fjorde oder norddeutsche Heide-Ansichten überwiegend während seiner zahlreichen Reisen. Wolf-Dieter Iding wurde 1938 in Münster geboren. Seit 1980 lebt er mit seiner Familie in Kämpfelbach-Bilfingen. Nach seiner Ausbildung zum Bau- und Möbelschreiner studierte er Architektur, Innenarchitektur-Design und bei Emil-Bert Hartwig, dem einzigen Meisterschüler Paul Klees, Malerei, sowie bei Hilde Schürk-Frisch Bildhauerei.

Aquarellfarben

Von Anfang an faszinierte Barbara Tschach das Malen mit Aquarellfarben. „Besonders das Verlaufen, Verbinden der Farben mit dem Wasser, die Leuchtkraft der Farben, aber auch ihre Transparenz“, beschreibt die Künstlerin, die mit ihrer Mallehrerin Ulrike Schwartz schon in der Provence und der Toskana war. Ihren Schwerpunkt legt die gebürtige Bielefelderin daher auf Eindrücke aus dem Mittelmeerraum, malt aber auch Dümmer-Motive. Inzwischen arbeitet sie nicht nur in Aquarell, sondern auch in Mischtechnik. „Das heißt Aquarell plus Pastellkreide oder Aquarell plus Tusche“, erläutert die Malerin, wie sie ihre stimmungsvollen Bilder kreiert. Zudem experimentiert sie gerne und versucht dabei, Stimmungen und Atmosphäre einzufangen.

Fröhliche Farben

Da der Titel der Ausstellung „Unterwegs“ lautet, wird Barbara Tschach vorwiegend Landschaften, aber auch zum Beispiel einen Hahn oder Löwenzahn ausstellen. „Es gab im Frühjahr so fantastische Löwenzahnwiesen“, schwärmt die Lehrerin im Ruhestand, die fröhliche Farben liebt. Ist sie unterwegs, hält sie Motive sogleich in ihrem Skizzenbuch fest oder fotografiert sie. Dem Hüder Dorfverein hat die Künstlerin das Dorfhaus versprochen. „Das ich nach einem Foto male. Allerdings war es schon einmal fertig; doch dann wollte es ein Kunst-Liebhaber unbedingt kaufen“, erklärt sie schmunzelnd.

Am 2. Juli ist die Ausstellung von 11 bis 14 Uhr im Hüder Dorfhaus geöffnet. Am Sonntag, 3. Juli bei Kaffee und Kuchen von 15 bis 18 Uhr. Danach kann sie bis zum 10. Juli täglich von 15 bis 18 Uhr besucht werden.