Ein Artikel der Redaktion

Neuer Stützpunkt in Bohmte Sozialstation Wittlager Land jetzt mit zwei Standorten

Von Karin Kemper | 17.06.2018, 20:04 Uhr

Endlich. Das Team Bohmte der Sozialstation Wittlager Land hat eine eigene Anlaufstelle. Und zwar im Gebäude Bremer Straße 36. Die offizielle Einweihung erfolgte in Beisein zahlreicher Gäste, die die neuen Räumlichkeiten in Augenschein nahmen.

Die Sozialstation Wittlager Land gGmbh (diese Bezeichnung gilt seit dem 1. Januar 2015, vorher war die Bezeichnung Sozialstation Altkreis Wittlage) verfügt jetzt über zwei Stützpunkte für Mitarbeiter und Patienten. Die eine befindet sich in Bad Essen-Eielstädt am Altenzentrum Simeon und Hanna, die andere, die neue an der Bremer Straße in Bohmte.

Zwei Standorte

Bis die Einweihung gefeiert werden konnte, musste einiges geschehen. Geschäftsführer Martin Reutepöhler erinnert sich nur ungern an den bürokratischen Aufwand, obwohl „die gleichen Leute das gleich tun wie bisher“ – nur eben an zwei unterschiedlichen Standorten. Wichtige Hilfe bei der Gestaltung der Räumlichkeiten, die einmal als Ladengeschäft gedient hatte, leistete der Objekteinrichter Rudolf Kleen. „Das hat uns geholfen, die bestmöglichen Funktionen hinzubekommen“, so Reutepöhler. Zur Einrichtung gehört unter anderem eine Belüftungsanlage, damit sich die Temperaturen in den Räumen im Rahmen halten – trotz der Glasfront.

Große Bedeutung für das Team

Simone Lövekamp vom Leitungsteam unterstreicht: „Die Mitarbeiterinnen freuen sich sehr, dass es die Anlaufstelle gibt. Es war von Anfang an zu bemerken, was diese Einrichtung für das Team bedeutet.“ Die Einweihung folgte nach rund einer Woche laufendem Betrieb. Arnd Köhler, ebenfalls Geschäftsführer der Sozialstation Wittlager Land (im operativen Bereich) machte deutlich. dass die Touren der Mitarbeiter zu den Patienten durchaus belastend sein können. Es komme immer wieder vor, dass sie Dinge erlebten, die sie im Gespräch loswerden wollten. Das sei vorher nicht möglich gewesen.

Nicht zu groß

Ein weiterer Aspekt, so Reutepöhler, sei die Gesamtzahl der Männer und Frauen, die die Sozialstation betreut. Ein Stützpunkt (wie der seit Langem in Bad Essen bestehende) sollte nicht mehr als 150 Patienten betreuen. Das helfe der Pflegedienstleitung, den Überblick zu behalten.

Träger der Sozialstation Wittlager Land gGmbH, der Diakonieverein Bad Essen, der Kirchenkreis Bramsche, das Deutsche Rote Kreuz und die acht evangelischen Kirchengemeinden des Altkreises. Entsprechend groß war das Interesse an der neuen Einrichtung.

Näher zu den Leuten

Zu den Gästen gehörte auch der Bohmter Bürgermeister Klaus Goedejohann, der im Namen der drei Altkreis-Bürgermeister gratulierte. Er sagte: „Wir freuen uns, dass die Sozialstation mit der Dependance näher zu den Leuten kommt.“ Er zollte zudem den Mitarbeitern größten Respekt, ihre Aufgabe mit viel Empathie bewältigten und immer freundlich mit den Menschen umgingen. Der Bürgermeister unterstrich: „Alles, was zusätzlich an Mitteln in das ambulante Pflegesystem kommt, ist bestens angelegt.“

Langgehegter Wunsch

„Die Mitarbeiter der Region Bohmte/Ostercappeln hatten den Gedanken an einen eigenen Stützpunkt schon seit rund 15 Jahren“, machte Köhler deutlich. Immer wieder habe es geheißen: „Hätten wir dich hier etwas...“ Durch die neue Einrichtung werden Wege gespart, dort treffen sich die Mitarbeiter, können Material holen, das sie für die tägliche Arbeit benötigen, Unterlagen ausfüllen, Kollegen treffen und sich mit ihnen austauschen.

Der Stützpunkt in Bohmte, zuständig für Bohmte und Ostercappeln, bildet das Pendant zu Bad Essen. Hier wie dort sind Hauswirtschaftsteam und Pflegebereich angedockt. Die Ansprechpartner sind in Bohmte unter Telefon 05471/8020505 zu erreichen.