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174 km/h statt erlaubten 70 Motorradraser aus Stemwede nach Verfolgungsjagd gestoppt

Von Andreas Schnabel | 04.08.2019, 12:16 Uhr

Die Polizei konnte jetzt im Wittlager Nachbarkreis Minden-Lübbecke einen Motorradfahrer nach einer Verfolgungsjagd stoppen.

Am vergangenen Dienstag befuhr ein Polizeibeamter des Verkehrsdienstes gegen 15.50 Uhr mit dem zivilen ProVida - Motorrad die Bremer Straße (B 239) im Bereich Espelkamp in Richtung Rahden, als sich von hinten schnell ein Motorrad näherte. Der Beamte fuhr zu diesem Zeitpunkt etwa 100 km/h, dies schien dem Raser nicht schnell genug zu sein, sodass er ihn sehr zügig überholte. Aufgrund dessen startete der Motorradpolizist seine Videoanlage, folgte ihm und stellte dabei mehrere Geschwindigkeitsverstöße fest. Im Bereich Alt-Espelkamp dokumentierte der Polizeibeamte unter anderem bei erlaubten 70 km/h ein Tempo von 145 km/h.

Ohne Fahrerlaubnis

Als der Polizist den Motorradfahrer in einem günstigen Moment überholen konnte und diesen zum Anhalten aufforderte, beschleunigte dieser unvermittelt und hielt anschließend trotz Blaulichts und Martinshorns nicht an. Erst nach weiteren waghalsigen Überholmanövern des Flüchtenden und einem weiteren Geschwindigkeitsverstoß von 174 km/h bei erlaubten 70 km/h, gelang es dem erfahrenen Motorradpolizisten den Fahrer (23) aus der GemeindeStemwede im Bereich Rahden zu stoppen. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann nicht über eine gültige Fahrerlaubnis verfügte und das Motorrad, eine Kawasaki, entdrosselt war. Damit war die Betriebserlaubnis für das Zweirad erloschen. Die Kawasaki wurde sichergestellt.

Den Stemweder erwarten nun ein Bußgeld von 600 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot.