Ein Artikel der Redaktion

Licht der Hoffnung Gottesdienst für verstorbene Kinder in Lemförde

05.12.2015, 08:05 Uhr

„Kinder, kleine oder heranwachsende, Jugendliche oder schon gestandene Männer und Frauen, sie bleiben Kinder ihrer Eltern und wenn sie vor ihnen aus dem Leben gehen, bleibt die Trauer um sie ein langer, oft ein lebenslanger Begleiter. Gerade in der vorweihnachtlichen Zeit spürt man den Verlust stärker, ist die Sehnsucht nach ihnen intensiver“, weiß Schwester Irmhild Espendiller, Trauerbegleiterin des Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienstes Lemförde, aus ihrer Begleitarbeit.

Deshalb findet in diesem Jahr zum achten Mal ein ökumenischer Gedenkgottesdienst für alle verstorbenen Kinder am Sonntag, 13. Dezember, 17 Uhr, in der katholischen Kirche „Zu den heiligen Engeln“ in Lemförde statt. Denn weltweit erfolgen seit vielen Jahren am zweiten Sonntag im Dezember Gedenkgottesdienste für alle verstorbenen Kinder. Eingeladen sind wieder Eltern verstorbener Töchter und Söhne, trauernde Geschwister und Freunde der Verstorbenen, sowie alle Menschen, die an dieser Gedenkfeier teilnehmen möchten, die diesmal unter dem Thema „Sterne“ steht.

Das Vorbereitungsteam

Zum Vorbereitungsteam gehören Schwester Irmhild Espendiller, Jutta und Werner Käding, Lembruch, Barbara und Walter Eigenbrodt, Stemwede, Marion Heggemeier, Lemförde, Renate und Erhard Sträche, Hüde, sowie Bernard Rönker, Hunteburg. Die Predigt wird Pastor Marc Weber halten.

Während des Gottesdienstes werden verschiedene Sprecher berichten, wie es ihnen mit ihrer Trauer um eine verlorene Tochter oder einen Sohn ergangen ist. „Und erst nach und nach mag die Erinnerung an sie, an ihn, wie ein kleiner Stern aufgegangen sein, der die Dunkelheit der Trauer ein wenig erhellte und der dem Verstorbenen einen neuen Platz für sich – und in Ihrem Leben zuordnete“, sagt Schwester Irmhild.

Denn gerade in der Advents- und Weihnachtszeit wachse in uns die Sehnsucht nach Licht in der dunklen Jahreszeit. Deshalb würden die Kinder auch Sterne basteln und Laternen durch die Dunkelheit tragen. „Licht ist ein Zeichen des Trostes und der Hoffnung auf Leben und Liebe über den Tod hinaus“, betont die Trauerbegleiterin.

Tiefe Verbundenheit

Als ein Zeichen für tiefe Verbundenheit, liebende Erinnerung und auch als Zeichen für den Glauben, dass alle verstorbenen Kinder wie Sterne in Gottes Hand gut aufgehoben sind, werden die Gottesdienstbesucher im Altarraum vor einem angedeuteten Sternenhimmel Lichter anzünden.