Ein Artikel der Redaktion

Gospelchor begeistert Emotionales Feuerwerk in der Kirche Arenshorst

Von Christa Bechtel | 06.06.2018, 10:08 Uhr

Nach der zweiten Zugabe gab es für das begeisterte Publikum in der wunderbar illuminierten Kirche St. Johannis zu Arenshorst kein Halten mehr: die Emotionen schäumten über und Pastor Andreas Pöhlmann sagte „Ihr wart wunderbar!“

Gemeint war der Gospelchor Arenshorst unter der Leitung von Zilli Hünniger, der am Vorabend des Kreisposaunenfestes ein emotionales Feuerwerk, temperamentvoll und gesanglich überwiegend brillant bot, sodass es der Zuhörerschaft zeitweise schwer fiel, auf den Kirchenbänken sitzen zu bleiben.

Positive Gefühle

„Ein großer Tag beginnt mit wunderbaren Klängen von Euch“, hatte Pastor Pöhlmann bereits in seiner Begrüßung signalisiert. „Ein Kreisposaunenfest das von dem anderen Chor begrüßt wird – schöner geht es eigentlich nicht. Dass wir uns in Arenshorst gut verstehen, wird damit zum Ausdruck gebracht“, schwärmte der Geistliche. Und dann hatte nur noch die Musik das Sagen….

Eine Mega-Welle der positiven Gefühle und guten Gedanken hüllte die Besucher sogleich ein, nahm sie mit, als der Chor das Konzert mit „Father“ eröffnete. Begleitet wurden die Sänger-/innen von Frank Hünniger, Klavier/Kontrabass, Stephan Niedenführ, Gitarre, und Rainer Barth, Schlagzeug. „Come let us sing“ oder „I will follow him“ aus dem Film Sister Act waren dann Rhythmen, die sogleich in die Füße, in die Hände zum Mitschnipsen, aber auch in die Köpfe gingen und einfach nur für Lebensfreude pur sorgten.

Verschiedene Stimmlagen

Die gute Akustik in der Kirche half zudem, dass sich die verschiedenen Stimmlagen der Choristen facettenreich entfalten konnten. Spätestens als sie „Come into his presence“ interpretiert hatten, bebte das Gotteshaus vom Applaus. Denn die Botschaften kamen an und die Besucher waren begeistert von der Präsenz, der Fröhlichkeit und den starken Stimmen.

Aber auch mit Titeln wie „Sunny Side“, „What a wonderful world“ – hier begeisterte Antonius Rehm mit seiner Wahnsinnsstimme – oder „Now let us sing“, „You´ve got a friend“, „Peace like a river“… gelang es dem Gospelchor - unter der engagierten Leitung von Zilli Hünniger - das Auditorium mit seiner Überzeugung und Liebe zur Musik anzustecken. Neben den beschwingten Klängen trug auch die passende Choreografie mit regenbogenfarbenen Schals dazu bei, dass sich Wellen der Begeisterung im ganzen Gotteshaus ausbreiteten.

Von Kopf bis Fuß nur Musik

Sicher auch Zilli Hünniger zu verdanken, in der von Kopf bis Fuß nur Musik steckt. Dass sie jede Note mit ganzer Körperbewegung auslebt, überträgt sich natürlich auf ihre Sängerschar. Zwischendurch griff sie immer wieder zur Trompete oder zum Saxofon, denn: „Ich bin eigentlich Bläser und kein Chorleiter“, gab sie umwerfend ehrlich zu. Schon begeisterte sie mit den Instrumentalisten mit „Sense of Porto“ aus der Feder von Frank Hünniger. Später im zweiten Teil beeindruckte das Quartett ebenfalls mit einem Bluesstandard.

Im ganzen Gotteshaus

Zum Schluss verteilten sich die Chormitglieder nach dem bekannten „Halleluja“ von Leonard Cohen im ganzen Gotteshaus – und brachten ergreifend den „Evening Rise“ zu Gehör, sodass als Zugaben „Sunday Morning“ und „Oh happy Day“ mit Ria Tietz als Solistin folgten. Doch erst mit der dritten Zugabe „Come let us sing“ zog der Gospelchor Arenshorst aus der Kirche aus…