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Erfolgreiche Ausbildung Alleinflüge mit dem Luftsportverein in Bohmte

Von PM. | 27.05.2016, 18:04 Uhr

Der erste Alleinflug im Segelflieger – für zwei junge Flieger des Luftsportvereins Wittlage ist es jetzt soweit gewesen.

Wenn die Zeit gekommen ist, dann haben die Fluglehrer im hinteren Sitz des knallgelben Schulungsflugzeuges der Segelflieger auf dem Flugplatz Bohmte Pause. Alle Handlungsabläufe sind zigmal trainiert, das Verhalten in besonderen Fällen, wie es im Ausbildungsnachweis gefordert ist, sind praktisch erflogen worden. Dazu zählen simulierte oder auch erflogene Seilrisse beim Windenstart sowie die Beherrschung von Flugzuständen im Langsamflug einschließlich trudeln.

Kontakt nur per Funk

Beim Alleinflug ist der angehende Pilot auf sein eigenes Können angewiesen, dem Fluglehrer bleibt am Boden als Nabelschnur das Funkgerät. Aber das ist das letzte Mittel, gewöhnlich werden die Soloflieger erst auf die sogenannten „Käsemanns Rundfahrten“ sprich Platzrunden geschickt, wenn mehrere Fluglehrer das Können positiv beurteilt haben. Dann ist jeder Kommentar per Funk nicht notwendig.

Leonora Sophie Mies, 15–jährige Schülerin der Gesamtschule Quelle in Bielefeld, kam durch ihren Ultraleichtflugzeug fliegenden Vater zum Hobby Segelfliegen. „Wenn der Fluglehrer hinten fehlt, ist das schon komisch, es ist so still im Flugzeug. Aber sobald das Flugzeug anrollt, weist du, was du zutun hast“, so Leonora, die alle nur Leo nennen. Tadellose Starts und Landungen krönten ihre Soloflüge.

Hobbypilot aus Bissendorf

Auch durch den fliegenden Vater, der Berufspilot ist, kam Maximilian Zorn aus Bissendorf nach Bohmte zum Segelfliegen. Der 14-jährige Schüler der Oberschule am Sonnensee aus Bissendorf ist modellfliegerisch vorbelastet. Perfekte Landungen zeigte Maximilian den Fluglehrern, der übrigens seine Fliegerei rein hobbymäßig weiter betreiben möchte.

Den Hosenboden stramm ziehen

Nach diesen Flügen wurde nach alter Tradition den beiden ein Distelstrauch überreicht und der Hosenboden stramm gezogen. Letzterer wird in der Fliegerei dafür verwendet, als empfindliches Organ zur Fluglagenkontrolle und Aufspüren von Aufwinden zu dienen. Das sagen zumindest die alten Hasen, die bei der Sensibilisierung  des Hinterteils  gerne Hand anlegen.