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Ein Wettlauf mit der Zeit Herringhauser Grundschüler begeisterten „Der Sängerkrieg der Heidehasen“

Von Christa Bechtel | 22.07.2012, 17:07 Uhr

„Ich bin sehr stolz auf das, was ihr hier gezeigt habt mit ganz viel Begeisterung und Einsatz“, lobte Bernd Brill, Schulleiter der Grundschule Herringhausen, nach der Premiere des Musicals „Der Sängerkrieg der Heidehasen“, das auf einer Vorlage von James Krüss beruht.

Einstudiert hatte das Ganze im zurückliegenden halben Jahr Musiklehrerin Christiane Nieke mit den Mädchen und Jungen der vierten Klasse, die das Stück Mitschülern, Lehrern und Eltern zum Abschied vor den Sommerferien schenkten. Deshalb hatte Brill sich zum Auftakt bei seiner Kollegin mit einem prächtigen Blumenstrauß bedankt. Danke sagte er weiter mit einem blumigen Gruß Simone Grewe, der bisherigen Vorsitzenden des Fördervereins, den Lehrkräften Sandra Vodde und Petra Hoffmann sowie den pädagogischen Mitarbeiterinnen Ulrike Düvel und Sylvia Mostert. Christiane Nieke dankte ihrerseits Hausmeister Heinfried Beckmann, „weil er uns Nachmittag für Nachmittag geholfen, die Bühne mit gestaltet oder für die Technik gesorgt hat“.

Sodann stellte die engagierte Musiklehrerin den 1926 geborenen Autor James Krüss näher vor. „Das Stück hat nichts an Aktualität verloren“, unterstrich die Pädagogin, die nun die Bänkelsänger erwähnte: Marleen Grewe, Johanna Hinke, Daniel Bastron, Sascha Brockmann und Lena Hitzfeld.

Zum Inhalt: Im Heidehasenreich in Obereidorf findet ein Sängerwettstreit statt, bei dem es um die Hand der schönen Hasenprinzessin (Kim Wilmering) geht. Der junge und unbekannte Sänger Lodengrün (Levin Werner) hat, so wird gemunkelt, hat gute Chancen, mit seinen Sangeskünsten zu beeindrucken.

Eine Intrige mit verstellter Sonnenuhr von Lodengrün, ersonnen vom Minister für Hasengesang (Alexander Traut) und dem Favoriten Direktor Wackelohr (Lara Wilker), lassen das ganze Spektakel zu einem aufregenden Wettlauf mit der Zeit werden, sodass die Prinzessin einige Ängste aussteht, was ihren zukünftigen Hasengatten betrifft.

Aber sogar Korruption ist im Spiel: „Soll ich dafür sorgen, dass Sie die Prinzessin bekommen?“, fragt der Minister den dickbäuchigen Direktor, der natürlich begeistert zustimmt und dem Minister für diese „Gefälligkeit“ 100000 Hasentaler geben will. „Abgemacht, lieber Wackelohr, Sie werden morgen Sieger.“ Dass das nicht gut gehen kann, kann sich jeder denken! Am Ende verbannt Lamprecht VII., König der Hasen (Lena Macho), die beiden Intriganten für Lebenszeit außer Landes.

Mit jeder Menge Talent, Einfallsreichtum, aber auch Pathos setzten die Viertklässler die liebenswerte Geschichte um, die schon 1952 als Hörspiel des Bayerischen Rundfunks berühmt wurde.

Den scheidenden Schülern bescheinigte Bernd Brill zum Abschied: „Ich denke, ihr habt einen guten Weg hier an unserer Grundschule beschritten.“ Für die nächste Schule wünschte er ihnen von Herzen „alles Gute, dass ihr euch gut zurechtfindet, nicht stolpert auf dem Weg in den kommenden Jahren sowie gerechte und humorvolle Lehrer bekommt“. Danke sagte er den Familien für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Wer das Musical ebenfalls gerne sehen möchte: Am Dienstag, 2. Oktober, trifft sich der Seniorenkreis in der Aula der Schule; ab 16 Uhr besteht für alle die Möglichkeit, den „Sängerkrieg der Heidehasen“ zu sehen.