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Bei Anruf Natur Fünf Hörstationen in Stemwede installiert

Von Heidrun Mühlke | 06.06.2018, 13:30 Uhr

An fünf Stellen in der Gemeinde Stemwede sind Hörstationen installiert worden. An den Stationen können sich die Besucher mit dem Handy über das Festnetz einwählen und die Hörbeiträge anhören. „Die mit Naturgeräuschen untermalten Texte vermitteln einen lebendigen Eindruck von der schönen Natur in den unterschiedlichen Lebensräumen des Naturparks“ erläuterte Sabine Denker von der Gemeinde

Im Rahmen des neuen Projektes „Schaffung von barrierefreien Naturerlebnissen im Naturpark Dümmer“ wurde am Stemweder Berg in Haldem, im Oppenweher Moor und am Freudeneck in Westrup insgesamt fünf Hörstationen installiert. Die Station an der Wilhelmhöhe am Stemweder Berg ist auch in plattdeutscher Sprache konzipiert und steht direkt in den Parkplätzen für Behinderte. Übersetzt hatte den hochdeutschen Beitrag ins Plattdeutsche der jüngst verstorbene Wilhelm Dullweber.

„Die Beiträge dauern rund drei Minuten, sind mit Naturgeräuschen unterlegt und informieren die Hörer über spezifische Themen des jeweiligen Standortes“. erklärte Heidrun Nolte, Mitarbeiterin des Naturparks Dümmer. Die Beiträge seien wie kleine Hörspiele konzipiert.

Zugang zum „Natur erleben“

Ziel des Projektes ist es, vor allem mobilitätseingeschränkten Personen einen Zugang zum „Natur erleben“, beispielsweise am See, im Wald oder im Moor zu ermöglichen. Das Vorhaben hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird zurzeit im gesamten Naturpark Dümmer durchgeführt. Neben der Gemeinde Stemwede beteiligen sich weitere zehn Naturparkgemeinden und Einrichtungen an der Umsetzung unterschiedlicher infrastruktureller Maßnahmen.

„In den vergangenen Monaten wurde in der Gemeinde Bohmte ein barrierefreier Picknickplatz installiert sowie ein Strandrollstuhl für körperbehinderte Menschen am Heidesee Holdorf angeschafft“ berichtet Detlef Tänzer, Geschäftsführer des Naturparks Dümmer. Darüber hinaus sind an den Aussichtstürmen am Dümmer See, Neustädter Moor sowie im Redender Geestmoor die Zugänge barrierefreier gestaltet worden.

Plattdeutsch als Sprache erhalten.

Viele weitere Maßnahmen befinden sich zurzeit in der Umsetzung. „Gerade Rollstuhlfahrer und andere gehandicapte Menschen können sich durch die Hörbeiträge einen lebendigen Eindruck über die Natur verschaffen, ohne eine Wanderung unternehmen zu müssen“, ist sich Sabine Denker sicher.

Positiv bewertet auch Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat die neuen Hörstationen. „Das Projekt ist ein weiterer pfiffiger Baustein, um unsere Gemeinde touristisch weiter zu entwickeln.“ Gleichermaßen sieht er in der Möglichkeit, die Informationen auch in plattdeutscher Sprache zu hören,, eine Ergänzung in den Bemühungen Plattdeutsch als traditionsreiche Sprache zu erhalten.

Durch die Beteiligung der verschiedenen Kommunen des Naturparks wird im gesamten Gebiet eine deutliche Verbesserung hinsichtlich der Barrierefreiheit ermöglicht. Das Gesamtprojekt wird durch die Bezirksregierung Detmold und das EU-Programm „Landschaftswerte“ gefördert.