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Elsbeth Menke löst Angelika Westermeyer an der Spitze der Wittlager Landfrauen ab Erst die vierte Vorsitzende in mehr als 60 Jahren

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kem Bohmte. „Ich bin ganz glücklich, dass mit so tollen Ergebnissen gewählt wurde. Das spricht für großes Vertrauen“, so Angelika Westermeyer, die das Amt der Vorsitzenden in der Mitgliederversammlung des Landfrauenvereins Wittlage an Elsbeth Menke weitergab.

Diese wiederum ist in der mehr als 60-jährigen Geschichte des Vereins erst die vierte Vorsitzende – nach Hildegard Held, Etta Thelker (heute Ehrenvorsitzende) und Angelika Westermeyer. Das Ergebnis spricht in der Tat für sich. Elsbeth Menke erhielt 78 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen. Die Verkündung des Resultats belohnten die Landfrauen, indem sie stehend Beifall zollten.

Tradition ist es bei den Landfrauen, dass das komplette Vorstandsteam in geheimer Wahl bestimmt wird. Unabhängig davon, ob es mehrere Kandidatinnen gibt. Annegret Nitsch, die die Wahl moderierte, betonte: „Das ergibt ein klares und ehrliches Meinungsbild – für die Gewählten und die Wählenden.“ Dazu gehörte, dass die Farbe der Stimmzettel in jedem Wahlgang wechselte. Verwechselungen waren so ausgeschlossen. Die Zahl der abgegebenen Stimmen variierte allerdings trotz allem ein wenig. Die Ergebnisse fielen aber so eindeutig aus, dass das keinerlei Schwierigkeiten bereitete.

Gewählt wurden im Saal Bunselmeyer in Bohmte auch drei Stellvertreterinnen, nämlich (in alphabetischer Reihenfolge) Hannelore Arendt (78 Ja-Stimmen), Ulrike Berensmeyer (71) und Gudrun Osthaar-Ebker (76). Neu ist, dass die Position von Schriftführerin und Kassenwartin nicht mehr in einer Hand liegt. Schriftführerin ist jetzt Maren Meyer, während Elsbeth Schmidt auch zukünftig die Kasse führt. Als Beisitzerinnen gehören außerdem Renate Ballmann (77 Ja-Stimmen), Annette Carls (68), Heidi Rohde (72) und Edda Steffen (73) zum Vorstandsteam der Wittlager Landfrauen.

Eine der ersten Amtshandlungen der neuen Vorsitzenden war es, ihrer Vorgängerin zu danken und ein Geschenk (ein Trolley und etwas Reisegeld) zu überreichen. Elsbeth Menke verband damit den Wunsch: „Möge dein Interesse am Landfrauenverein erhalten bleiben.“ Knappe Antwort Angelika Westermeyers: „Davon könnt ihr ausgehen.“ Ebenfalls aus dem Vorstand verabschiedet wurde Beisitzerin Elke Dahl.

Bevor die Wahlen in Angriff genommen werden konnten, galt es, auf das vergangene Geschäftsjahr Rückschau zu halten.Im Bericht der (alten) Vorsitzenden wurde deutlich, dass es in dem Verein, dem rund 400 Frauen aus allen drei Gemeinden des Altkreises Wittlage angehören, viel zu tun gibt. Dazu gehören gleichermaßen Besuche zu runden Geburtstagen (immerhin 30 an der Zahl) und Goldhochzeiten (11) wie der Einsatz innerhalb des Programms auf der Landesgartenschau Bad Essen. Ob Delegiertentagung, Kochen in der Gartenküche auf dem Ippenburg-Gelände, Binden der Erntekrone oder das Backen des längsten niedersächsischen Apfelkuchens, den Ministerpräsident David McAllister anschnitt und der zugunsten der Tafeln verkauft wurde. Kommentar aus dem Saal: „Er hätte nur eher kommen müssen...“

Ein Ausflug nach Essen gehörte ebenso zum Veranstaltungskalender der Wittlager Landfrauen wie Kreativangebote (von Longdrinks bis Fingerfood), Vorträge (einer mit dem Titel „Armut vor der Haustür“) und ein letzter gemeinsamer Kinobesuch in Bad Essen.

Über die Aktivitäten des Singkreises und des Arbeitskreises Gästeführer informierte Liselotte Wübbeler, über die Volkstanzgruppe deren Leiterin Heide Groß-Klußmann. Übungsstunden der insgesamt 21 Aktiven finden im 14-tägigen Rhythmus statt.

Ihren Bericht brachte Kassenführerin Elsbeth Schmidt auf den Punkt: „Es hat nicht ganz gereicht im vergangenen Jahr.“ Das Minus betrug allerdings nicht einmal 200 Euro und konnte problemlos ausgeglichen werden. Die Kasse hatte Marianne Gerdom und Renate Ballmann geprüft. Beanstandungen gab es nicht, und so wurde umgehend dem Gesamtvorstand einmütig die Entlastung erteilt. Als Rechnungsprüferin löst Sandra Lange im kommenden Jahr Renate Ballmann ab.

Höchst Unterhaltsames rundete die Veranstaltung der Landfrauen ab. Zu Gast in Bohmte waren mit Gerda Mellena und Johanna Grevemeyer zwei Bramscherinnen, die der Schreibwerkstatt der Bersenbrücker Landfrauen angehören. Sie lasen aus dem rund 500-seitigen Buch „...den Weg gefunden“. Gleich zwei „Tortengeschichten“ zogen die Zuhörerinnen in den Bann. Die eine handelte von einer Kaffeevisite voller Katastrophen, die andere von den Erinnerungen einer uralten Tortenplatte. Ob „Großmutters Haustier“ oder Gedicht vom „Taxi Mama“ – die Zeit verging wie im Fluge. Einher ging das Versprechen der beiden Autorinnen: „Wir schreiben ja immer weiter, wir kommen gern noch mal wieder.“ Nun muss nur noch ein Termin gefunden werden. Veranstaltungsort soll das Bauerhofcafé Dahl sein.


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