Hoffnung auf Kunstrasenplatz Online-Befragung zum geplanten Bewegungsband Bohmte

Zum geplanten Bewegungsband Bohmte passen durchaus die Trimm-Geräte am Rand des Jugendtreffareals. Foto: Karin KemperZum geplanten Bewegungsband Bohmte passen durchaus die Trimm-Geräte am Rand des Jugendtreffareals. Foto: Karin Kemper

Bohmte. Der Begriff „Bewegungsband“ lässt beim allerersten Höhren auf ein Sportgerät schließen. Das passt zwar irgendwie schon, enthält aber eine ganze Menge mehr. Das Bewegungsband Bohmte soll im Rahmen der Dorfentwicklungsplanung umgesetzt werden und umfasst einen Mehrgenerationenplatz, den Schulhof der Oberschule und einiges mehr.

Zur Onlineumfrage rund um das Bewegungsband Bohmte gehörte auch die Rubrik: „Was ich sonst noch sagen wollte...“ Das Spektrum reichte dabei vom schlichten „Danke“ über den Wunsch nach einem WLAN-Hotspot und der Feststellung „Es wird Zeit in Bohmte, dass sich der Fokus auf die Jugend und die Vereine, die Jugendarbeit für die Gemeinde machen richtet“ bis hin zum Wunsch „Ich drücke fest die Daumen, dass sich ganz viele Leute beteiligen und wir bald einen Kunstrasenplatz haben werden.“

Zusammenführung

Wie aber ist es überhaupt zu der Idee des Bewegungsbandes gekommen? Zu den besonders dringlichen Projekten im Rahmen der Dorfentwicklungsplanung, die die Arbeitskreise und der Gemeinderat bestimmt haben, gehörte von Anfang an der Mehrgenerationenplatz. Schnell kam der Wunsch nach einer Neugestaltung des Schulhofes der Oberschule hinzu. Eine Kinder- und Jugendbefragung hatte ein eindeutiges Ergebnis ergeben. Beide Maßnahmen werden zum Teil des Bewegungsbandes, und hinzukommen die Flächen des Sportzentrums mit Hallen- und Freibad sowie der Sportplatz.

Standortwahl

Nachdem für den Mehrgenerationenplatz mehrere Standorte angedacht waren, sieht das Bewegungsband dafür jetzt eine Fläche in der Verlängerung der Straße Bahnwinkel vor. Das Gelände befindet sich zwischen den (nicht mehr befahrenen) Gleisen der Wittlager Kreisbahn und des Deutschen Bahn – sozusagen in Verlängerung der Linie von Hallenbad über Oberschule und in Sichtweite des Kindergartens St. Johann.

243 Teilnehmer

An der Online-Umfrage, die das Planungsbüro pro-t-in, das die Dorfentwicklung zusammen mit dem Büro für Landschaftsplanung Gertken begleitet, durchführte, haben sich 243 Personen beteiligt. Es galt, eigene Ideen für die vier Einzelmaßnahmen einzubringen – Ideen für den Mehrgenerationenplatz, für den Schulhof, für das Umfeld des Jugendtreffs sowie des Hallen- und Freibades und Ideen für den Sportplatz.

Ziel ist ein Kunstrasenplatz

Die mit Abstand meisten Nennungen gab es rund um den Mehrgenerationenplatz, während sich die meisten Teilnehmer mit Ideen für den Sportplatz befassten. Ganz eindeutiger Favorit dort: der Wunsch nach einem Kunstrasenplatz, von dem auch die Hallennutzer profitieren könnten und der als Anlaufpunkt für die Fußballer der Nachbarortschaften dienen könnte.

Das Stichwort Fußballfeld fällt auch wiederholt als Wunsch für den Schulhof der Oberschule – allerdings in Form eines Mini-Fußballfeldes mit „Käfig“. Ebenfalls gefragt: Sitzgelegenheiten (so angelegt, dass im Sommer auch draußen unterrichtet werden kann), Bewegungsspielgeräte (Kletterspinne, Bodentrampolin oder Tischtennisplatte) und farbliche Akzente.

Alle Generationen

Fitnessgeräte für Senioren (nutzbar von allen Generationen), Sitzmöglichkeiten, Klettergeräte, Grillplatz, Schaukel für alle Altersgruppen und (wieder) ein kleines Fußballfeld gehören zu den vielen Vorschlägen rund um den Mehrgenerationenplatz, der naturnah und für alle Generationen erlebbar gestaltet werden soll.

Nächster Schritt ist ein Ideenwettbewerb für Planungsbüros für die gesamte Fläche, dessen Kosten mit 60.000 Euro veranschlagt sind. Der Förderantrag für das Projekt „Bewegungsband“ könnte dann im Rahmen der Dorfentwicklung Dorfregion Bohmte zum Stichtag 15. September 2018 gestellt werden. Kommt die Genehmigung, könnte das Projekt im Jahr 2019 Wirklichkeit werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN