Siegerehrung im Kindergarten Luftballon fliegt von Hunteburg bis nach Hochkirch

Die Preisübergabe im Kindergarten gehört zum Luftballonwettbewerb beim Hunteburger Markt – durch die Vertreter des Ponymarktvereins. Foto: Karin KemperDie Preisübergabe im Kindergarten gehört zum Luftballonwettbewerb beim Hunteburger Markt – durch die Vertreter des Ponymarktvereins. Foto: Karin Kemper

Hunteburg. Wenn der katholische Kindergarten mit allen Kindern den evangelischen besucht (nächsten Jahr geht es dann wieder andersherum), muss das einen Grund haben. Richtig. Drei Gäste waren gekommen, um das Rätsel zu lösen, welcher Luftballon am weitesten geflogen war.

Eines ist schließlich klar: Der Hunteburger Ponymarkt kann nicht offiziell eröffnet werden, ohne dass die Mädchen und Jungen der beiden Kindergärten der Ortschaft ihre Ballons auf das Startzeichen des Karbidböllervereins auf die Reise geschickt haben. Das Ganze wiederum organisiert der Hunteburger Ponymarktverein. Ortsbürgermeister Norbert Kroboth, der zu dem Trio gehörte, das die Kinder besuchte, sagt: „Der Luftballonwettbewerb ist seit über 20 Jahren ein Selbstläufer.“

Karten selbst gestaltet

Eine Menge Vorbereitungen gehören dazu. In den Kindergärten gestalten die Kinder die Karten, die an den Luftballon gehängt werden. Adresse für die Finder ist der jeweilige Kindergarten. Die Auswertung übernimmt das Team des Ponymarktvereins. Und noch etwas machte die Bedeutung der Zusammenkunft deutlich: Die Kinder warteten voller Spannung auf das, was da kommen wurde – mucksmäuschenstill.

Viele Finger gehen hoch

Heiko Ziegemeier fragte: „Wollt ich wissen, wo die Ballons gelandet, wie weit sie geflogen sind?“ Deutliche Zustimmung der jungen Zuhörer. Bei der nächsten Frage: „Wer hat überhaupt mitgemacht“, gingen im Handumdrehen ganz viele Finger hoch. Es folgten weitere Erläuterungen dazu, in welche Richtung die Ballons geflogen waren und wie es sein konnte, dass einer einen ganz anderen Weg genommen hatte – nach Vechta. Verantwortlich ist auf alle Fälle der Wind.

Langsam kam Unruhe von den kleinen Zuhörern auf. Der völlig berechtige Einwurf „Wer hat denn jetzt gewonnen?, führte endlich zur Auflösung.

571 Kilometer geschafft

„Wer heißt denn Tristan?“ Finger zeigten auf einen Jungen des evangelischen Kindergartens. Die Antwort: „Der da.“ Sein Luftballon hatte die längste Strecke bewältigt – 571 Kilometer – und war in Hochkirch/Görlitz nahe der polnischen Grenze gefunden worden. Zweiter Gewinner im evangelischen Kindergarten war Maike. Im katholischen Regenbogenkindergarten lagen zwei Jungen, nämlich Pius und Niklas an der Spitze. Ebenso wie ihre „Kollegen“ vom Nachbarkindergarten wurden sie mit kleinen Stofftieren belohnt.

Insgesamt waren von mehr als 200 gestarteten Luftballons 15 Karten zurückgeschickt worden. „Die ersten kamen recht flott“, merkte Kindergartenleiterin Julia Lichter an. Teilweise gehörten „wirklich nette“ Briefe dazu.

In einer der großen Taschen, die die drei Gäste, Heiko Ziegemeier, Norbert Kroboth und Manfred Storck, mitgebracht hatten, befanden sich die Stofftiere, in der zweiten großen Ballons – für jeden Kindergarten einer. Es waren aber nicht nur einfach Ballons, sie waren mit 5-Euro-Scheinen beklebt. Damit sind dann Anschaffungen, an denen alle Kinder im Kindergarten Spaß haben, möglich. Die bekamen aber erst einmal die beiden Kindergartenleiterinnen, Brigitte Bernhold und Julia Lichter.


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