Frühstücksbrunch in Hunteburg Bohmter Tagesmütter leisten flexibel großen Einsatz

Von Christa Bechtel


Hunteburg. Als Wertschätzung für ihre Arbeit, die sie mit ganz viel Herzblut leisten, hatte die Gemeinde Bohmte ihre Tagesmütter in das Gasthaus Trentmann nach Hunteburg zu einem Frühstücksbrunch eingeladen. Die Idee dafür hatte die ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte Karin Helm.

„Danke, dass Sie so zahlreich unserer Einladung gefolgt sind“, freute sich Karin Helm darüber, dass fast alle Tagesmütter, die in Bohmte, Hunteburg und Herringhausen-Stirpe-Oelingen im Einsatz sind, gekommen waren.

Vereins zur Kindertagespflege

Ihr besonderer Gruß galt Bohmtes Erster Gemeinderätin Tanja Strotmann, der zweiten Vorsitzenden des Vereins zur Kindertagespflege Osnabrücker Land, Simone Hartung sowie der Einsatzleiterin des Evangelischen Dorfhelferinnenwerks Niedersachsen – Station Melle-Wittlage-Osnabrück, Birgit Steinmeier. Als Gleichstellungsbeauftragte, so Helm, setze sie sich gerne dafür ein, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden könne.

Flexible Betreuungszeiten

„Flexible Betreuungszeiten und feste Bezugspersonen in der Kindertagespflege sind eine bedarfsgerechte Betreuung“, betonte Karin Helm. Und weil Tagesmütter sich ganz individuell auf die Bedürfnisse in den Familien einstellen könnten, stellte sie die Vorteile einer Tagesmutter heraus. Sie würden erheblich dazu beitragen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. „Auch zu Zeiten, die in den Kindergärten nicht abgedeckt werden können. Das ist euch hoch anzurechnen“, zollte sie den anwesenden Frauen Respekt und Anerkennung.

Ein riesengroßes Dankeschön

Auch Tanja Strotmann überbrachte in ihrem Grußwort den Tagesmüttern ein riesengroßes Dankeschön. „Wir freuen uns, dass wir Sie haben. Sie sind eine wichtige Ergänzung zu unseren bestehenden Kindergärten. Da wir gerade Flexibilität nicht so abdecken können, wie Eltern es sich wünschen und es auch brauchen“, so die Erste Gemeinderätin.

Kontakt zu den Kommunen

„Es ist toll, was ihr hier auf die Beine stellt, weil es nicht selbstverständlich ist“, unterstrich auch Simone Hartung. Selbst Tagesmutter, bedauerte sie: „Es gibt inzwischen in Niedersachsen Gebiete, wo wir nicht mehr existieren.“ Ihr Wunsch: „Wir wollen nicht gegeneinander arbeiten, sondern miteinander in den Austausch kommen.“ Aus dem Kita-Plan 2015-2022 habe sie ersehen: „In Bohmte soll es 30 Tagesmütter geben.“ Der Verein zur Kindertagespflege Osnabrücker Land habe inzwischen 27 Mitglieder. Aber: „Wir suchen natürlich den Kontakt zu den Kommunen, sind seit 2016 in Verhandlungen mit dem Landkreis.“ Und: „Wir sind nicht die Randerscheinung, sondern laut Gesetz die Alternative, die Wahlmöglichkeit für die Eltern“, hob Hartung abschließend hervor.

Mit viel Herzblut

Während des Frühstücks wurden dann einige Wünsche seitens der Tagesmütter laut. Wie eine bessere Bezahlung, mehr Ausfalltage oder Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Obwohl es einige finanzielle Probleme gebe, sei das nicht der entscheidende Punkt, so eine Tagesmutter: „Ich mache das nicht fürs Geld, sondern mit viel Herzblut.“

Auch die Dorfhelferinnen sind in der Betreuung aktiv. „Die Dorfhelferinnenstation gibt es schon 40 Jahre. Damals hatten wir eine Helferin, heute sind es 14. Und wir könnten ad hoc noch vier bis fünf einstellen, da wir eine Wahnsinnsnachfrage haben, weil der Bedarf an Haushaltshilfen sehr groß geworden ist“, erklärte Birgit Steinmeier. Im Gepäck für die Tagesmütter hatte sie die Liste der Kostenträger (Krankenkassen, Beihilfestellen), stellte aber auch die Einsatzgründe näher vor. Neu sei seit Anfang des Jahres: „Dass Dorfhelferinnen ebenfalls Verhinderungspflege leisten“, so Steinmeier.

Wiederholung gewünscht

Auf dem Wunschzettel der Tagesmütter stand am Ende der Veranstaltung ein Dankeschön für den tollen informativen Vormittag, aber auch der Wunsch nach einer Wiederholung nebst Austausch. Vielleicht gibt es ja auch in anderen Kommunen Nachahmer?