Im Regenbogen Kindergarten wird gebaut In Hunteburg arbeiten Kirche und Gemeinde Hand in Hand



Hunteburg. Die Mädchen und Jungen, die den katholischen Regenbogen Kindergarten schon vor den Ferien besucht haben, sind garantiert schon ganz gespannt, wie es im und um das Gebäude aussieht, wenn sie im neuen Kindergartenjahr wieder täglich dort ein- und ausgehen.

Warum aber wird in einem Kindergarten, der gerade einmal 20 Jahre alt ist und der im Jahr 2010 um eine Krippengruppe erweitert wurde, schon wieder gebaut? Dafür gibt es gleich mehrere (gute) Gründe. Pastor Marc Weber sagt: „Die Tatsache, dass Kinder immer jünger sind, wenn sie in den Kindergarten kommen, ist ein ganz wichtiger Faktor.“ Leiterin Brigitte Bernhold ergänzt: „Die Kinder bleiben entsprechend länger.“ Mathias Wübker vom Kirchenvorstand unterstreicht: „Die Rahmenbedingungen waren schon länger eigentlich nicht mehr tragbar. Aber es gab eben keine Alternative.“

Die wird jetzt geschaffen. Dabei spielt auch der Kindergartenkonzept der Gemeinde Bohmte eine Rolle. Das sieht vor, dass in allen fünf Kindertagesstätten der Kommune Modernisierungen erfolgen sollen, um den veränderten Ansprüchen gerecht zu werden. Schließlich sind sämtliche Einrichtungen entstanden, als weder an Ganztagsbetreuung (einschließlich Mittagessen) noch an Krippengruppen zu denken war.

Zwischenfinanzierung

Dass die Baumaßnahme bereits im Frühjahr 2017 in Angriff genommen werden konnte, ist auf eine Absprache mit der Gemeinde Bohmte zurückzuführen. Der Finanzplan sah die notwendigen Investitionen für 2019 vor. Pastor Weber: „Wir wollten die Pläne aber so schnell wie möglich umsetzen. Dank der günstigen Zinsen war eine Vorfinanzierung durch die Kirche möglich.“ Wübker fügt hinzu: „Die Zusammenarbeit mit der Kommune läuft wirklich optimal.“ Und er ist sich sicher: „Hätten wir später mit der Baumaßnahme begonnen, hätten die Kosten garantiert 5 bis 10 Prozent höher gelegen.“ Und die Gesamtkosten überschreiten die Millionengrenze.

Zwar rückt die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts, der Erweiterungen Richtung Pfarrheim und Kirche umfasst, näher. Als Termin ist der 1. September ins Auge gefasst. Damit ist aber keineswegs das Ende der Neugestaltung des Kindergartens erreicht. Der zweite Bauabschnitt soll sich nämlich umgehend anschließen.

Lob für den Architekten

Wichtig bei der Gesamtplanung, so die Kindergartenleiterin, sei die Kommunikation mit den Eltern gewesen. Es galt, dafür zu sorgen, dass alle weitgehend zufrieden sind. Bernhold: „Das hat gut geklappt.“ Und noch etwas kommt den Hunteburger zugute: die Pläne hat der selbe Architekt erstellt, der vor rund 20 Jahren den Neubau entworfen hat. Die Leiterin lobt: „Das hat er schon gut gemacht. Wenn alles fertig ist, wirkt das Gebäude wie aus einem Stück.In dem ersten Bauabschnitt geht es um die Räume, die unmittelbar von den Kindern genutzt werden. Platz wird für eine neue altersübergreifende Gruppe geschaffen. Zudem entstehen Küche und ein Speiseraum neu.

Wichtige Gliederung

Im zweiten Teil werden zur Dammer Straße hin ein Intensivraum, ein Schlafraum für die Ganztagskinder, ein Wickelraum und ein Personal- und Besprechungsraum entstehen. Bernhold sagt: „Alle freuen sich schon, dass durch den zusätzlichen Platz auch einmal in den Räumen etwas liegenbleiben kann, das für Projektarbeit benötigt wird oder einfach am nächsten Tag wieder gebraucht wird.“ So manche Räummaßnahme entfällt somit. Außerdem ist eine eindeutige Gliederung einfacher in Gruppenbereiche, Krippenbereich und Personalräume.

Altersübergreifende Gruppe

Die Entscheidung für die altersübergreifende Gruppe bietet dem Regenbogen-Kindergarten zusätzliche Flexibilität. Ältere Kinder aus der Krippengruppe können „hochgezogen“ werden, so dass dann Zwei- bis Sechsjährige gemeinsam betreut werden. Das ermöglicht es, neue Krippenkinder aufzunehmen, ohne sofort über eine zweite Gruppe nachdenken zu müssen.

In einem sind sich alle einig: „Je schneller alles fertig ist, desto besser.“


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