Auf Hochzeit kennengelernt Hunteburger seit 60 Jahren verheiratet

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Diamantene Hochzeit feiern Maria und Johannes Holtkamp in Hunteburg. Zum Gratulieren kamen (von links) Bürgermeister Klaus Goedejohann sowie die stellvertretenden Ortsbürgermeister Markus Helling und Martin Schnöckelborg. Foto: Karin KemperDiamantene Hochzeit feiern Maria und Johannes Holtkamp in Hunteburg. Zum Gratulieren kamen (von links) Bürgermeister Klaus Goedejohann sowie die stellvertretenden Ortsbürgermeister Markus Helling und Martin Schnöckelborg. Foto: Karin Kemper

Hunteburg. Die Eheleute Johannes und Maria Holtkamp, geborene Meiners, feierten am 6. Juli diamantene Hochzeit. An diesem Tag im Jahr 1957 heirateten sie standesamtlich. Erst fünf Wochen später konnten sie kirchlich heiraten. Verantwortlich dafür ist ein Zeltverleiher.

Die Offiziellen gratulierten somit im Hause Holtkamp an der Lerchenstraße 2 zur diamantenen Hochzeit. „Wir haben uns auf der Hochzeit von Lindemanns Heinz im Gasthaus Mäscher kennengelernt“, blickt das Paar auf ein rund 65-jähriges Miteinander zurück. Johannes Holtkamp ist ein gebürtiger Hunteburger, seine Frau Maria stammt aus Bieste.

Und hinsichtlich der kirchlichen Hochzeit tauchte ein Problem auf: Eigentlich war das Zelt, in dem gefeiert werden sollte, für einen früheren Zeitpunkt gebucht – aber es gab eine Doppelbelegung...

Viel geschuftet

An die Entstehung ihres Hauses an der Lerchenstraße erinnern sich die Holtkamps bestens: „Es waren schwere Zeiten, und es war nicht so einfach, das Geld zusammenzubekommen.“ Damit überhaupt gebaut werden konnte, war viel Eigenarbeit angesagt. Maria Holtkamp sagt: „Wir haben morgens um 4 Uhr angefangen auszuschachten – mit der Hand.“ Gegen Mittag wurde es dann einfach zu heiß.

Johannes Holtkamp war noch nicht 14 Jahre alt, als er seine Lehre zum Elektriker begann. Später kamen Installation und Heizungsbau dazu. Er arbeitete zudem sieben Jahre als Schlosser, einschließlich sonntäglicher Reparaturschichten, im Erzbergwerk in Damme. Anschließend wechselte er zum Rabewerk.

Heißmangel betrieben

Maria Holtkamp war 37 Jahre dafür zuständig, dass in Hunteburg die Heißmangel lief, Ärzte glatte Kittel und Familien Bettwäsche und Tischdecken gemangelt bekamen. Hinzu kommen noch zehn Jahre als Frisörin.

Sie erinnert sich: „Pro Woche habe ich allein mehr als 60 Kittel und Hemden gebügelt. Die Presse kam erst später.“ Und den kleinen Lebensmittelladen der Familie am Amselweg gab es auch noch.

„Wir haben immer zusammengehalten, sonst geht das nicht“, sagt Johannes Holtkamp. Komplettiert wird die Familie durch Tochter, Schwiegersohn und vier Enkelkinder. Alle habe fast die identische Adresse – Lerchenstaße 2 und Lerchenstraße 2a.

Zum Gratulieren waren Bürgermeister Klaus Goedejohann und die beiden stellvertretenden Hunteburger Ortsbürgermeister Martin Schnöckelborg und Markus Helling gekommen. Sie wünschten dem diamantenen Hochzeitspaar alles Gute und kündigten an, in fünf Jahren zur eisernen Hochzeit wiederzukommen.

Allen Gratulanten schließt sich die Heimatzeitung, das „Wittlager Kreisblatt“, an.


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