Party bis zum frühen Morgen 1500 Rockfans bejubelten Live-Acts in Hunteburg

Von Steffen Meyer

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Hunteburg. Zwei Gewinner eines regionalen Band-Wettbewerbs aus dem Osnabrücker Land, vier weitere Formationen sehr unterschiedlicher Fasson sowie die Deutsch-Rocker von „Selig“ als Headliner und Zugpferd: Das Line-Up des diesjährigen Hunteburger Open-Airs (HOA) überzeugte und lockte rund 1500 Fans in den Altkreis Wittlage. Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden hinein.

„Wir glauben, dass ‚Selig‘ sehr gut zu Hunteburg passt“, erläuterte Simon Witte – Mitglied im Organisationsteam des HOA – die Beweggründe für das Engagement des Hamburger Quintetts. Sie sollten damit recht behalten, denn nicht nur aus der Region, sondern einem weiten Umkreis kamen Besucher zum Eventgelände am Sportplatz, um zum deutschsprachigen, erdigen Bluesrock gehörig abzufeiern.

Hardrock-Trio aus Rehden

Und viele reisten bereits recht früh an, denn der Starkschuss fiel schon in den frühen Abendstunden mit der Präsentation zweier Gewinner eines Livemusik-Contests aus dem Osnabrücker Land. Den Anfang machte mit „Jenkin’s Porcupine“ ein Hardrock-Trio aus Rehden, das zuvor bei einem Wettbewerb in Damme einen so überzeugenden Auftritt hinlegte, dass es sich für einen Auftritt beim HOA qualifizieren konnte.

Erster Bohmter Bandcontest

Daran an schloss sich mit „A Girl With A Gun“ der Sieger des ersten Bohmter Bandcontests vor einem Monat anlässlich von „Spaß an der Straß“. Damals wie heute erwies sich die Ende 2014 in Osnabrück gegründete Heavy-Rock-Gruppe als überzeugender Live-Act mit viel Spaß an einer extrovertierten Bühnenshow. Ihr Auftritt beim HOA eignete sich optimal dafür, um die angereisten Fans perfekt auf das Kommenden einzustimmen.

Perfekt den Nerv getroffen

Zwei weitere Formationen – „Nowaytonorway“ und „Gloria Volt“ – waren zwar nicht vielen im Publikum bekannt, trafen aber perfekt den Nerv der Festivalbesucher und wurden mit ihrer Mischung als Rock, Blues sowie Progressivem jeweils frenetisch abgefeiert. Für beide war es das erste Mal auf der HOA-Bühne. Gitarrist Axel Hoffmann (von „Nowaytonorway“) jedoch absolvierte bereits seinen fünften Auftritt (seit 2000) in Hunteburg. Zuvor war er an den Saiten für „Jailed Generation“ und „Fridge“ vor die Rock-Fans getreten.

Fenster auf Kipp aus Venne

Ebenfalls alte Bekannte beim HOA sind „Fenster auf Kipp“. In der aktuellen Besetzung aus Michael „Stocki“ Stockhowe (Gesang), Simon Reineke (Gesang & Gitarre), Marian Köster (Gitarre), Marek Witkowski (Bass) sowie Bastian Kintzel (Schlagzeug) wurden sie bereits zum zweiten Mal fürs HOA engagiert. Insgesamt absolvierten sie sogar bereits drei Auftritte auf dem Festgelände am Sportplatz und überzeugten mit deutschen Texten und alternativem Indie-Rock.

Selig mit mehreren Zugaben

Als dann „Selig“ die Bühne erklomm, hatte sich der Platz vor der Bühne dicht gefüllt und alle waren in perfekter Stimmung, um zu Evergreen-Hits wie „Ohne Dich“, „Sie hat geschrien“, „Auf dem Dach“ sowie „Und endlich unendlich“ ausgelassen zu tanzen. Frontmann Jan Plewka zog gemeinsam mit Christian Neander (Gitarre), Leonhard „Leo“ Schmidthals (Bass), Malte Neumann (Tasten) und Stephan „Stoppel“ Eggert (Drums) sofort die HOA-Gäste in seinen Bann und wurde erst nach mehreren Zugaben von der Bühne gelassen.

Neues Material im Gepäck

Noch einen Gang zu legte danach mit „Hi! Spencer“ ein deutschsprachiges Indie-Punk-Quintett aus Bramsche. Mit ihrem Album „Weiteratmen“ sowie neuem Material im Gepäck überzeugte die Gruppe durch geradlinigen Sound und einer mitreißenden Show. Als sie dann die Bühne verließen, hatte im Festzelt bereits „DJ Rummelkuh“ aus Osnabrück seinen Platz an den Reglern eingenommen und unterhielt das Partyvolk mit Hits aus der Konserve.

Erlös für „terre des hommes“

Der Erlös des Benefiz-Festivals wird in diesem Jahr „terre des hommes“ gespendet. Die in Osnabrück beheimatete, weltweit agierende Kinderhilfe feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum und darf sich schon jetzt auf einen hohen vierstelligen Betrag freuen. Er soll dazu verwendet werden, um auf der indonesischen Insel Sumatra (in Orang Rimba) eine Dschungelschule aufzubauen. Die genaue Höhe des Betrags steht aber noch nicht fest. Insgesamt wurde von der HOA-Initiative bereits über 150.000 Euro gespendet.


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