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Wittlager Kennenlerntour CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann in Leckermühle

Von Rainer Westendorf

Besuchte den Altkreis Wittlage: CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann im Hotel Niemann, Leckermühle. Foto: Rainer WestendorfBesuchte den Altkreis Wittlage: CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann im Hotel Niemann, Leckermühle. Foto: Rainer Westendorf

Leckermühle. „Die niedersächsische Landesregierung reagiert nur. Sie betreibt keine aktive Politik“, kritisierte Bernd Althusmann, Spitzenkandidat der CDU für Landtagswahl, in Leckermühle. Eingeladen zur der Veranstaltung im Hotel Niemann hatten die drei CDU-Gemeindeverbände Bohmte, Bad Essen und Ostercappeln.

Auf seiner Kennenlerntour hatte Althusmann zuvor die drei Gemeinden besucht. Das neue Gewerbegebiet in Venne, wo sich Häcker Küchen ansiedeln wird, die Firma Kesseböhmer in Bohmte sowie Marina und Jugendtreff Trio in Bad Essen waren einige Stationen. Der Eindruck war positiv. Das Wittlager Land sei gut aufgestellt. Und. „Fast jeder, der hier Verantwortung trägt, ist Mitglied der CDU…“, stellte Althusmann fest.

Aktuell beschäftigt die Politik die angekündigte Schließung der Homann-Werke in Dissen und Lintorf. Dieser Fall zeige die Inaktivität der Landesregierung. Die Alarmglocken hätten schon viel früher läuten müssen, so der 50-Jährige. Sogar jetzt, wo der Schaden bereits angerichtet sei, lasse sich Ministerpräsident Stephan Weil vor Ort nicht blicken. „Das muss doch Chefsache sein“, betonte Althusmann. Weil überlasse die Sache Wirtschaftsminister Olaf Lies. Der CDU-Ministerpräsidentenkandidat für die Wahl im Januar 2018 will das anders handhaben. Nach dem Termin Leckermühle stand ein Gespräch mit dem Homann-Gesamtbetriebsrat auf dem Programm.

Stichwort Landwirtschaft

Generell gebe es in Niedersachsen keinerlei Grund zur Selbstzufriedenheit. Der Breitbandausbau hinke weit hinter anderen Bundesländern her. Die Kriminalität sei in den vergangenen Jahren gestiegen. Das Thema „Innere Sicherheit“ sei zentral. Der Schutz vor Einbrüchen, Diebstahl und Kriminalität bewege die Bürger. Hier gebe es große Versäumnisse. „Und die Landwirtschaftspolitik ist ein Desaster“. Fügte Althusmann hinzu. Im Fall eines Wahlsieges werde die CDU wieder Politik mit und nicht gegen die Landwirte machen.

Wie groß sind die Chancen auf einen Regierungswechsel? Der CDU-Landesvorsitzende zeigte sich zuversichtlich. Die Partei verzeichne wieder einen Mitgliederzuwachs. Sie konnte in den vergangenen Monaten 2000 neue Mitglieder in Niedersachsen begrüßen. Die Bundestagswahl im September kann nach Überzeugung des Kandidaten ein Meilenstein sein – wenn Angela Merkel im Amt bestätigt wird. Davon geht Althusmann aus. Der Schulz-Effekt verpuffe schon, stellte er fest.


Zur Person:

Bernd Althusmann wurde 1966 in Oldenburg geboren. Er war von 1994 bis 2009 Mitglied des Niedersächsischen Landtages - direkt gewählt in den Wahlperioden 2003 und 2008 für den Wahlkreis Lüneburg. Althusmann war Parlamentarischer Geschäftsführer und finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag von 2003 bis 2009. Danach Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium. Im April 2010 wurde Althusmann Kultusministers im Kabinett McAllister. Nach der verlorenen Landtagswahl 2013 schied er im Februar 2013 aus dem Ministeramt aus. Er übernahm dann die Leitung der Landesvertretung der Konrad-Adenauer-Stiftung für Namibia und Angola mit Sitz in Windhoek. Nach drei Jahren kehrte er zurück. Im September 2016 wurde Bernd Althusmann als Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der CDU für die Wahl zum 18. Niedersächsischen Landtag nominiert.