Scharfe Kritik an Verdi „Wir sind Hunteburg 2017“ fällt aus

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„Wir sind Hunteburg“ fällt 2017 aus. Foto: Oliver Krato„Wir sind Hunteburg“ fällt 2017 aus. Foto: Oliver Krato

Hunteburg. Die Veranstaltung „Wir sind Hunteburg“ mit verkaufsoffenem Sonntag fällt in diesem Jahr aus.

Wie Christine Bullermann, die Vorsitzende der Werbegemeinschaft Hunteburg, und Vorstandsmitglied Manfred Storck im Gespräch mit unserer Redaktion erläuterten, „waren wir mit unserem dezentralen Konzept so nicht genehmigungsfähig und es hätte eine Klage gedroht.“

Ohne eine zentrale Veranstaltung bekomme „Wir sind Hunteburg“keine Genehmigung. Christine Bullermann „Unser seit 12 Jahren bewährtes und erfolgreiches Konzept, das bewusst dezentral konzipiert ist, das ist plötzlich nicht mehr genehmigungsfähig. Wir möchten Hunteburg als kleinen, aber lebhaften Ort und Einkaufsstandort präsentieren. Ein lebenswerter Ort mit aktiven Menschen. Die Einzelhandelsstruktur in Hunteburg erlaubt kein zentrales Konzept. Dafür liegen die Geschäfte zu weit auseinander.“ Erfahrungsgemäß habe sich eine Veranstaltung in Hunteburg erst dann etabliert, wenn die personellen Ressourcen konzentriert sind: entweder verlaufsoffen und dezentral am Geschäft oder zentral an einem Punkt und die Geschäfte bleiben geschlossen. Für Bullermann und Storck stellt sich die Frage: „Warum macht Verdi diese kleinen, aber wichtigen Veranstaltungen kaputt? Wir als Gewerbetreibe machen solche Veranstaltungen für unseren Ort und die Menschen, die hier leben und arbeiten.“

In Osnabrück war im Januar der erste verkaufsoffene Sonntag ausgefallen, weil die Gewerkschaft Verdi mit einer Klage gedroht hatte. Verdi will nach eigener Aussage den im Grundgesetz festgeschriebenen Schutz des Sonntags durchzusetzen. Dabei gehe es um die Belastung der Arbeitnehmer und Zeit für die Familien.

Hunteburgs Ortsbürgermeister Norbert Kroboth betont: „Ich habe absolut kein Verständnis für Gewerkschaft , wenn gute und wichtige Aktivitäten in einem kleinen Ort so untergraben werden.“ Die Werbegemeinschaft Hunteburg wird aber nicht kapitulieren: Manfred Storck und Christine Bullermann stellen klar: 2018 soll es wieder „Wir sind Hunteburg“ geben.


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