Andreas Pöhlmann eingeführt Im Pfarrhaus Arenshorst brennt wieder Licht

Von Christa Bechtel


Arenshorst. Mit einem festlichen Gottesdienst wurde am Ostersonntag Pastor Andreas Pöhlmann in der Kirche St. Johannis zu Arenshorst in sein Amt eingeführt.

Für den musikalischen Rahmen sorgten der Gospel-, Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Zilli Hünniger, der Posaunenchor Herringhausen unter der Leitung von Jörn Schnieder sowie Willi Zeuner an der Orgel; den liturgischen Teil übernahm Pastor Andreas Pöhlmann.

„Habemus Pöhlmann“

„Annuntio vobis gaudium magnum: habemus Papam! – Ich verkündige euch große Freude: wir haben einen neuen Papst!“ So heißt es vom Balkon des Petersdoms, wenn vom Kardinalskollegium ein neuer Papst gewählt worden ist. Die Arenshorster Kirchengemeinde hat zwar keinen neuen Papst, aber immerhin nach gut einem Jahr Vakanz einen neuen Pastor bekommen, den, in Verkürzung der Papst-Proklamation Kirchenvorstandsvorsitzende Susanne Storck mit „Habemus Pöhlmann“ nach dessen Amtseinführung begrüßte.

Zuvor in Gehrden tätig

„Wir Arenshorster freuen uns sehr, dass in unserem Pfarrhaus wieder Licht brennt“, hatte Susanne Storck voller Freude in ihrer Begrüßung betont. Willkommen hieß sie nicht nur Pöhlmann mit seiner Familie, sondern zum Beispiel auch Superintendent Hans Hentschel aus Bramsche, Pfarrer Stephan Schwegmann, der 14 Jahre in der Pfarreiengemeinschaft Bohmte-Hunteburg-Lemförde wirkte und ein langjähriger Schulfreund Pöhlmanns ist, sowie Pastor Dr. Wichard von Heyden, der Kollege Pöhlmanns in seiner bisherigen Gemeinde in Gehrden.

Mehr Aufbruch als Umbruch

Jeder Wechsel in einer Pfarrstelle bedeute einen Umbruch für die Gemeinde. Aber: „Heute und nach den herausfordernden Monaten der Vakanz ist die Einführung von Pastor Pöhlmann für uns aber wohl mehr ein Aufbruch als ein Umbruch“, hob Susanne Storck hervor. Auch wenn die Pfarrstelle ‚nur‘ noch oder besser ‚immerhin‘ noch eine halbe Pfarrstelle sei. Dafür bedankte sich die Vorsitzende später besonders bei Familie Claas. „Die weiterhin bereit ist, eine Viertel-Pfarrstelle zu finanzieren. Ohne diese langjährige Unterstützung hätten wir vielleicht schon gar keine Pfarrstelle mehr.“ Weiter dankte Storck Superintendent Hentschel und dem KV in Bramsche. „Dass Sie die neu geschaffene halbe Stelle für die Klinikseelsorge in Bad Essen mit der halben Pfarrstelle in Arenshorst verbunden haben.

Nichts für schwache Nerven

„Ostern ist nichts für schwache Nerven“, meinte Pastor Andreas Pöhlmann augenzwinkernd in seiner Predigt. Aber: „Der Einführungsgottesdienst in der Karwoche – das passt. Für uns als Familie und Gemeinde fängt jetzt ein spannender Abschnitt an“, unterstrich der Geistliche, dessen Dank besonders den vielen helfenden Händen galt, „die diesen Gottesdienst vorbereitet haben.“ Er wünschte sich, dass die Gemeinde neue Wege gehen werde. Dazu wolle er Lust wecken auf Neues – vielleicht auch ein Projekt. „Gute ökumenische Kontakte sind wichtig“, sagte Pöhlmann.

„Mensch ärgere dich nicht“

Superintendent Hans Hentschel hatte dann die entsprechende Urkunde der Evangelischen Landeskirche Hannover zur Amtseinführung per 1. April 2017 mitgebracht. Als Begleitwort habe Pöhlmann sich „Weise mir Herr deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit“ gewählt, so Hentschel, der der Frage nachspürte, was es heutzutage bedeutet, Pastor zu sein. Als Antwort hielt der Superintendent als Geschenk für seinen Kollegen das Spiel „Mensch ärgere dich nicht“ parat, was für ein herzliches Lachen im Gotteshaus sorgte. „Dieses Spiel soll eine Doppelfunktion haben: Wenn es sein soll und Denkmal, wenn es hart auf hart kommt.“ Denkmal? „Wie bei einem ‚Mensch ärgere dich‘ Spiel so viel rauswerfen, wie geht. Der Weg des Pfarramtes – das macht den Denkmal-Charakter dieses Spiels aus – ist anders und er ist ein anderer. Es geht nämlich darum, so viele wie möglich einzuladen.“ Dabei werde auf ‚Farben‘ oder auch ‚Katholiken‘ keine Rücksicht genommen, sagte Hentschel schmunzelnd, der Pöhlmann riet, die Spielregeln zu vernachlässigen.

Mit Freude und Ernsthaftigkeit

Nachdem im Beisein einiger Pastoren aus Venne, Bohmte, Bersenbrück sowie des Arenshorster Kirchenvorstandes Pastor Andreas Pöhlmann von Superintendent Hans Hentschel, Pfarrer Stephan Schwegmann und Pastor Dr. Wichard von Heyden in sein Amt eingeführt worden war, übernahm Leonie Claas das Schlusswort, die herausstellte: „Für uns als Familie ist das historisch gewachsene Patronats über die Kirche eine besondere Ehre und Aufgabe.“ Vor über 50 Jahren habe ihr Großvater Franz Claas das Patronat mit Freude und Ernsthaftigkeit angetreten. Kurz danach habe ihr Vater Günther das Amt für 45 Jahre übernommen. „Nun stehen meine Geschwister und ich hier und möchten Ihnen Pastor Pöhlmann und der Gemeinde versichern, dass uns die Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Patronat auch am Herzen liegt.“ Klassisch und traditionell überreichte Leonie Claas mit Susanne Storck als Willkommensgeschenk Brot und Salz an Pöhlmann.


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