Umsetzungsphase in Sicht Dorfregion Bohmte hat Fördergrundlagen erstellt

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Arenshorst. Mit dem „Dörferabend“ im Forsthaus Gut Arenshorst endete die Planungsphase der Dorfentwicklungsplanung in der Dorfregion Bohmte. Als wichtige nächste Schritte stehen der Ratsbeschluss (am 15. Juni) und die Bürgerversammlung (am 20. Juni in Hunteburg) als Auftakt der Umsetzungsphase bevor.

Zwei wichtige Dinge gehörten zur Zusammenkunft in Forsthaus in Arenshorst: der Dank an diejenigen, die in den drei örtlichen Arbeitskreisen mitgearbeitet haben sowie der Hinweis, dass die Teilnehmer als Botschafter fungieren, wenn es um private Maßnahmen geht.

Neuer Stichtag

Als Projektleiter des Beteiligungsprozesses betonte Michael Ripperda (pro-t-in GmbH): „Jeder kann Maßnahmen, die er im Kopf hat, unterlegen. Das ist das Charmante an der Dorfentwicklungsplanung.“ Und noch etwas hat sich in der Planungsphase ergeben. War zunächst vom Stichtag 15. Februar für die Beantragung von förderungswürdigen Maßnahmen ausgegangen worden, wurden die Rahmenbedingungen geändert. Jetzt müssen die Anträge zum 15. September erfolgen. „Für Sie ist das gar nicht schlecht“, sagte Uwe-Heinz Bendig, Leiter des Amtes für Regionale Landentwicklung in Osnabrück (ArL), als Genehmigungsbehörde. Dass die Chancen durchaus gut stehen wurde am Dienstagabend deutlich: „Wir hätten den Termin in Hunteburg nicht angesetzt, wenn wir der Meinung wären, dass die Planung noch einmal von vorne beginnen muss.“

Bohmte gibt Raum für...

Beantragt werden können Projekte, die im Jahr 2018 umgesetzt werden sollen. Das gilt sowohl für private Maßnahmen als auch für öffentlichen. Jeweils gilt: Sie müssen in das Konzept passen. Das Motto lautet: Bohmte gibt Raum für Ortskerne & Lebensmittelpunkte, für Infrastruktur & Teilhabe, für Freizeit & Tourismus, für Umwelt- & Klimaschutz sowie für Soziales & Gemeinschaft. Die fünf Handlungsfelder bilden den Rahmen der Maßnahmen, die Arbeitskreise und Bürger vor Ort mit Leben füllen. Tim Strakeljahn (pro-t-in): Die Projekte müssen in das Zielsystem passen, um nach der Beantragung gefördert werden zu können.“

Prioritäre Maßnahmen

In den Arbeitskreisen wurden die prioritären Projekte zusammengestellt. Dabei gilt, dass nicht alle vorgesehenen Maßnahmen im ersten Durchgang beantragt werden. Auf dem Plan in Bohmte stehen ein zentraler (Familien-)Spielplatz als Begegnungsstätte (ohne aktuelle Festlegung des Standorts), Sanierung und Nachnutzung des Bahnhofsgebäudes, Ortsdurchfahrt Bohmte (Verkehrssicherheit). Für Hunteburg sind genannt: Aufwertung der Fläche des Hunteburger Ponymarktes, Freizeitwiese und Kanueinsatzstelle sowie die Parkflächen an der Schule und am Sportplatz. In Herringhausen-Stirpe-Oelingen sind vorgesehen: Sanierung der Dorf- und Gemeinschaftshalle mit Umfeldgestaltung, Erschließung des Standortes für den Container der Landjugend, Friedhof Leckermühle und Straßenausbaumaßnahmen.

Ebenfalls in die Reihe der prioritären Projekte wurde die Aufwertung des Schulhofes der Oberschule Bohmte aufgenommen. Strakeljahn: „Das wurde bei der Kinder- und Jugendbeteiligung so häufig genannt, dass wir das Bedürfnis einarbeiten und somit wertschätzen.“

Handlungsrahmen

Den baulich-gestalterischen Handlungsrahmen füllte Richard Gertken vom gleichnamigen Büro für Landschaftsplanung mit einer Vielzahl von (meist positiven) Beispielen aus den drei Ortschaften der Dorfregion Bohmte. Landschaftstypische Gebäude (Niederdeutsches Hallenhaus oder Ackerbürgerhaus) fanden ebenso Erwähnung wie typische Baumaterialien, die Beachtung von Gebäudedetails (Dachform, Dachüberstände, Dachausbauten), Anordnung von Fenstern sowie die Gestaltung von Türen und Toren. Gertken: „Hoftore gibt es hier häufig, andernorts nicht. Entsprechend ist es wünschenswert, sie zu erhalten.“

Abschließend sagte Ripperda: „Die Planung war wichtig und hat hoffentlich trotzdem Spaß gemacht. Sie haben nun eine vernünftige Fördergrundlage für die nächsten acht Jahre.“

Erste Gemeinderätin Tanja Strotmann, die eingangs auf die Kaffeetassen, die als Dankeschön auf den Tischen bereitstanden, hingewiesen hatte, meinte: „Es ist bemerkenswert, wieviel man vorher zu leisten hat, bevor Anträge gestellt werden können.“


Antragsfrist ist jährlich der 15. September

Im Zuge der Dorfentwicklungsplanung in der Dorfregion Bohmte können Privatleute zum Stichtag 15. September 2017 erste Förderanträge stellen. Ein wichtiger Ansprechpartner ist dabei die Gemeinde Bohmte. Fachdienstleiter Alf Dunkhorst machte in Arenshorst beim „Dörferabend“ deutlich: „Wenn Sie etwas planen, sprechen Sie uns vorher an, ob das förderfähig ist. Wenn ja: Was alles muss beachtet werden?“ Dunkhorst unterstrich: „Lieber einmal mehr fragen, als nachher im Regen zu stehen.“

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