Gremien müssen zustimmen Mehrkosten beim evangelischen Kindergarten Hunteburg



Hunteburg. Das Signal der Gemeinde Bohmte ist eindeutig. Bei Mehrkosten von rund 100.000 Euro müssen alle Gremien ihr Votum abgeben – von den zuständigen Ausschüssen, über Ortsrat bis hin zum Gemeinderat. Statt der bereits bewilligen fast 762.000 Euro sind für die Baumaßnahme evangelischer Kindergarten Hunteburg deutlich mehr Mittel erforderlich.

Im Rahmen der Kindertagesstättenentwicklungsplanung stehen in sämtlichen Kindergärten der Gemeinde Bohmte Baumaßnahmen an – zwei Projekte laufen derzeit. Im katholischen Kindergarten St. Johann in Bohmte und im katholischen Regenbogen-Kindergarten in Hunteburg. Vorgesehen sind im evangelischen Kindergarten Hunteburg unter anderem die Schaffung eines Personalraums, eines Hauswirtschaftsraums, eines Essensraums und eines Intensivraums sowie eines Wickelbereichs für den Kindergarten .

Kettenreaktion

Dieses Gesamtpaket bereitete den Hunteburger Ortsratsmitgliedern Kopfschmerzen. Erste Gemeinderätin Tanja Strotmann meinte bei der Erläuterung der Ausgangslage: „Wir haben schon ziemlich geschluckt, dass ein Kopierer, der nicht mehr im Raum der Leiterin steht, 32.600 Euro kostet.“ Allerdings zieht der nicht mehr zulässige Standort bauliche Veränderungen nach sich. Das wiederum hat Auswirkungen auf den Essenraum, der verlängert wird, um die fehlende Fläche auszugleichen. Dafür wiederum ist eine neue Dachkonstruktion nötig. Da dem Kirchenkreis Bramsche als Träger des Kindergartens die Schaffung eines zentralen Küchen- und Speisebereichs sehr wichtig war, wird er sich an den Mehrkosten mit 15.000 Euro beteiligen. Insgesamt beläuft sich die Gesamtbeteiligung des Kirchenkreises dann auf 75.000 Euro.

Weitere knapp 30.000 Euro sind erforderlich, damit die Krippe des evangelischen Kindergartens, so wie alle anderen Krippen der Gemeinde , einen eigenen Eingang bekommt. Diese Maßnahme hatte nicht zur Ursprungsplanung gehört.

Nachfrage wächst

Ortsbürgermeister Norbert Kroboth sagte: „Erst einmal waren wir geschockt. Aber es ist richtig, wenn der Architekt im Essensbereich im Essensbereich für viel Licht sorgt.“ Kroboth ergänzte, dass die Nachfrage nach Mittagsverpflegung auch in den Vormittagsgruppen zunehme. Der Ortsbürgermeister: „Wenn so sichergestellt wird, dass Kinder eine warme Mahlzeit bekommen, ist mir das die Mehrkosten wert.“ Fest stehe, dass die Kindergartenleitung die zunehmende Nachfrage bestätige.

Markus Helling meinte: „Man erschrickt schon, wenn auf 762.000 Euro noch einmal 100.000 Euro hinzukommen.“ Aber ein separater Eingang müsse auf jeden Fall sein. Und die Lösung für den Essensbereit bezeichnete er als sehr gut. Die Ortsratsmitglieder stimmten der Akzeptierung der Kostensteigerung letztlich einstimmig zu. Franz-Josef Kampsen brachte es auf den Punkt: „Wir sind dafür. Ich hoffe, dass das das Ende der Fahnenstange ist und nicht noch weitere Mehrkosten folgen.“

Die endgültige Entscheidung in Sachen Mehrkosten für den evangelischen Kindergarten Hunteburg fällt am Donnerstag, 23. März, in der Sitzung des Bohmter Gemeinderates in der Mehrzweckhalle in Stirpe-Oelingen.


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