Buch über die ältesten Höfe Ein wahrer Schatz für Hunteburg


Hunteburg. Der Hunteburger Heimatverein gibt ein Buch über die ältesten Höfe der Hunteburger Bauerschaften Schwege und Welplage heraus.

Das Buch soll allen Lesern eine spannende kleine Zeitreise sein und ist laut Friedhelm Nordmann, zweiter Vorsitzender des Hunteburger Heimatvereins „ein Schatz für alle Hunteburger und für jeden Heimatinteressierten im Wittlager Land sowieso.“

Die Region um Hunteburg stellt einen der ältesten Besiedlungsräume im Wittlager Land dar. Landwirtschaft und damit die Höfe und die Menschen, die diese Höfe mit ihren Ländereinen über Jahrhunderte bewirtschaftet haben, hinterließen ihre Spuren nicht nur in der Geschichte, sondern insbesondere in der Entwicklung und Landschaft von Hunteburg.

Die beiden Autoren Maria Düvel, ein Hunteburger Urgestein, und Michael Mönter aus Bochum mit Hunteburger Wurzeln haben sich mit der Geschichte der Vorfahren beschäftigt.

Beide arbeiten bei ihrem gemeinsamen Hobby der Ahnenforschung, rund um das Forschungsgebiet Hunteburg bereits seit 2006 intensiv zusammen. Sie lernten sich über Mönters Urgroßeltern, die aus Hunteburg stammen, kennen. Von Mönter stammen noch sieben weitere Generationen in der väterlichen Linie aus dem Dorf, zurück bis zum alten Küster Johan Monter aus Hunteburg.

Der Start, in die Genealogie der Hunteburger Höfe einzusteigen, liegt schon im Jahr 2008 und wurde 2012 intensiviert, als klar wurde, die Dokumentation in einem Buch zusammenzustellen. Seit Mitte 2014 unterstützte Marli Gausmann die Nachforschungen der beiden Autoren um die Hunteburger Bauernschaften Schwege und Welplage zurück bis zur ins 17. Jahrhundert.

Die Darstellungen in dem Buch stützt sich auf historische Kirchenbücher aus Hunteburg und benachbarten Kirchspielen. Außerdem wurden die Archive in Osnabrück und Vechta sowie die Familienforschungsstelle in Meppen genutzt.

Schwierig sei die Ahnenforschung gewesen, weil die Besitzer der Höfe wechselten, heirateten oder die Höfe vererbten, aufgaben oder verkauften. „Außerdem hatten sie oft die gleichen Vornamen – hieß der Vater Heinrich, hießen Sohn und dessen Sohn oft auch Heinrich – so war das damals Usus“, weiß Maria Düvel. Trotzdem sei es gelungen, wenn auch manches Mal in recht mühevoller achtjähriger Sisyphusarbeit, die Genealogien über einen Zeitraum der zurückliegenden 300 Jahre zusammenzutragen.

„Manchmal bin ich bei meinen Nachforschungen durch Zufall auf weitere Fakten gestoßen“, macht Maria Düvel deutlich. Sie habe erst im Alter von 70 Jahren den Umgang mit dem Computer erlernt und sehr froh, dass sie inzwischen auch Internet und E-Mail nutzen kann. „Das vereinfachte manche Forschungsarbeit, die weit über Hunteburgs Grenzen auch bis nach Holland sogar bis Amerika reichte“, eröffnete die 83-Jährige.

Für die interessante Dokumentation haben die beiden Autoren eine Einwohnerzählung aus 1796 zur Berechnung des Salzbedarfs für Hunteburg zu Grunde gelegt. Düvel übertrug diese Salzliste in die heutige Schrift – die Liste ist dem Anhang des Buches beigefügt.

Das 200 Seiten dicke Werk „Die ältesten Höfe der Hunteburger Bauernschaften Schwege und Welplage des 17. Jahrhunderts bis heute“ vom Hunteburger Heimatverein als Herausgeber wird erstmalig beim Hunteburger Weihnachtsmarkt am 11. Dezember zum Preis von 14,50 Euro am Stand des Heimatvereins verkauft. Später ist es im Hunteburger Schreibwarengeschäft Dörfler erhältlich.


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