Adventskonzert in St. Johannis Ein Termin in Arenshorst mit Kultstatus

Von Christa Bechtel


Arenshorst. Mit Melodien von strahlendem Glanz und großer Innigkeit entführten etliche Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten die Besucher in der mehr als gut gefüllten Kirche St. Johannis nicht nur in die Stille der Adventszeit, sondern auch in eine frohmachende Adventsstimmung.

Traditionell hatte der Kulturring Bohmte zu seinem Arenshorster Adventskonzert eingeladen. „Das ist ein Termin, der mittlerweile Kultstatus erreicht hat“, meinte Hartwig Ventker, der im Namen des Kulturrings und der Kirchengemeinde Arenshorst die Besucher begrüßte. Das Konzert sei für ihn die schönste Art und Weise, „eine ruhige und besinnliche Adventszeit einzuläuten.“ Für Pastor Hans Jürgen Milchner, der anschließend die Lesung übernahm, ist die Adventszeit sogar die schönste Jahreszeit im Jahr.

„Macht hoch die Tür“

Tradition hat auch der Beginn des Konzertes mit „Macht hoch die Tür“, das in diesem Jahr der Posaunenchor der Petrus-Gemeinde Blasheim (SELK) unter der Leitung von Dirk Niedermeier variationsreich intonierte. Weitere Stücke, die die Musiker später mit Herzenswärme, gepaart mit intensiver Präzision durch die Schalltrichter ihrer Instrumente brachten, waren zum Beispiel „Wie soll ich dich empfangen“, „Hört ihr Engel helle Lieder“ oder „Ich steh´ an deiner Krippen hier“.

Venner Regenbogenkinder

Mit einem Lächeln auf den Gesichtern stimmten die Regenbogenkinder und der Jugendchor Venne unter der Leitung von Irmhild Köster das Publikum ein auf eine vorweihnachtliche Atmosphäre. Erfrischend wurden von ihnen „Advent ist ein Leuchten“, „Menschen tragen Licht ins Dunkel“, Christmas is my time to dream“ oder „Revelation Song“ – nur vom Jugendchor - vorgetragen. Am Klavier wurden sie von Benjamin Schrul begleitet.

Einfühlsam und selbstbewusst verlieh der zehnköpfige Projektchor Lintorf-Rabber unter der engagierten Leitung von Christina Nagel-Fischer Liedern wie „Oh Tannenbaum, du trägst ein` grünen Zweig“, „Ich brach drei dürre Reiselein“ oder „Lieb Nachtigall, wach auf!“ voller Wärme großen Nachdruck. Im Verlauf des Programms beeindruckte Christina Nagel-Fischer auch solistisch. Mit empfindsamer Hingabe sang sie „Zünd´ die erste Kerze an“.

Ansteckende Begeisterung

Dass der Gospelchor Arenshorst unter der Leitung von Zilli Hünniger, die mit ganzem Körpereinsatz und begeisterndem Dirigat agiert, Chormusik mit Freude und Lust gestaltet, wissen Fans dieses Ensembles. Mit geradezu ansteckender Begeisterung wurde so von den Choristen beispielsweise „Peace like a river“, „What a wonderful world“ – hier glänzte Solist Antonius Rem mit seiner beeindruckenden Stimme - oder „The Lord bless you and keep you“ interpretiert. Am Piano wurden sie von Frank Hünniger begleitet.

Klangliche Farbtupfer

Einen weiteren klanglichen Farbtupfer im Programm setzte der Paulanerchor Ostercappeln unter der Leitung von Elisabeth Mönter. Ob „Engel kommen leise“, „Wir grüßen den, der zu uns kommt“ oder „May the Lord send angels“: Die zwölf Frauen bestachen mit ihrer Sangeskunst und ihrem homogenen Chorklang. Spontan forderte Chorleiterin Elisabeth Mönter die Konzertbesucher auf, den Kanon „Mach dich auf und werde Licht“ zu singen, was zu ihrer sichtbaren Zufriedenheit auch bestens gelang. Aus dem Liederbuch zum Kirchentag 2017 in Berlin hatte sie das Friedenslied „Peace child“ entdeckt, denn: „Für uns gehört der Frieden auch in diese Zeit“, betonte die Dirigentin.

Erlös für die Jugendarbeit

Wie immer hatte das Arenshorster Adventskonzert, das festlich zu den Klängen des Posaunenchores mit „Tochter Zion“ für alle zum Mitsingen ausklang, einen karitativen Hintergrund. Die Spenden kommen der Jugendarbeit des Posaunenchores Herringhausen zugute, der in diesem Jahr sein 130-jähriges Jubiläum begeht.


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