Krippengruppe in St. Johann Umbau des Gemeindehauses in Bohmte verzögert sich

Im Gemeindehaus St. Johann wird eine zusätzliche Kindergartengruppe untergebracht. Zudem entsteht ein Anbau für eine zweite Krippengruppe. Foto: Karin KemperIm Gemeindehaus St. Johann wird eine zusätzliche Kindergartengruppe untergebracht. Zudem entsteht ein Anbau für eine zweite Krippengruppe. Foto: Karin Kemper

Bohmte. Die steigenden Kosten sind die eine Sache, die Verzögerung des Zeitplans die andere. Beides war bei der Umgestaltung des Gemeindehauses St. Johann in Bohmte, die mit dem Bau der Räume für eine weitere Krippengruppe einhergeht, keineswegs eingeplant.

„Wir mussten den Einweihungstermin immer weiter nach hinten schieben“, sagt Pastor Marc Weber. Jetzt steht der Umzug einer Kindergartengruppe in die im Gemeindehaus entstandenen Räume unmittelbar bevor. Die Einweihung der zusätzlichen Krippengruppe ist für März 2017 vorgesehen. Weber ist sich sicher: „Daran wird sich nun nichts mehr ändern.“ Er lobt gleichzeitig das gesamte Kindergartenteam, das mit höchsten Beanspruchungen klarkommen muss. Ein Umbau bei laufendem Betrieb stellt besondere Anforderungen. Mit einem Augenzwinkern fügt der Pfarrer hinzu: „Ich bin derzeit nicht nur Seelsorger, sondern auch Bauherr. Und das nächste Projekt steht in Hunteburg bevor...“

Probleme mit der Bausubstanz

Noch in den Sommerferien hatte Hubert Bensmann, Sprecher des Bauausschusses des Kirchenvorstands, gesagt: „Wir hoffen, dass im Januar 2017 ein Strich unter die gesamte Baumaßnahme gemacht werden kann.“

Dass das nicht klappt, daran sind Probleme mit der Bausubstanz der bestehenden Gebäude verantwortlich. Auswirkungen hat das auf die Finanzierung – und den Anteil, den die Gemeinde Bohmte zu tragen hat. Das Thema „Kostenentwicklung für die Errichtung der zweiten Krippengruppe“ beschäftigte auch den Bohmter Ortsrat in der ersten Sitzung der neuen Wahlperiode. Erste Gemeinderätin Tanja Strotmann erläuterte, dass sich im Laufe der Baumaßnahme deutliche Mehrkosten entwickelt hätten. In diesem Zusammenhang hatte eine Informationsveranstaltung stattgefunden, in der Bauleiter detailliert erläutert habe, wie die „erhebliche Summe“ zustande gekommen war.

Zuschuss ein Drittel höher

Ursprünglich hatte sich der vom Bohmter Gemeinderat beschlossene Zuschuss der Kommune auf rund 665.000 Euro belaufen. Nun sei davon auszugehen, dass sich der Betrag um knapp ein Drittel erhöhen wird. Strotmann: „Die gesamten Zusatzkosten liegen bei mehr als 213.000 Euro, von denen wiederum 184.000 Euro auf die Krippe entfallen.“

Die Kostensteigerung sei nicht vorauszusehen gewesen. Die Einzelbeträge seien nicht wirklich groß, führten aber in der Summe zu einem erheblichen Betrag. Sie ergänzte: „Wir haben nichts gesehen, was einsparbar gewesen wäre.“ Zwar steht der Endbetrag der Kosten noch nicht fest, aber die Baumaßnahme ist so weit fortgeschritten, dass sich nicht mehr viel verändern werde.

Keine Sonderwünsche

Ortsbürgermeister Thomas Rehme ergänzte, dass der Bauleiter erklärt habe, dass die vorhandene Bausubstanz sich nicht so wie erwartet dargestellt habe. Er fügte hinzu: „Wenn der Architekt vorher gewusst hätte, dass der Bau teurer wird, hätte es keine andere Entscheidung des Rates gegeben. Wir wollten, dass sich die Kinderkrippe dort weiterentwickelt. Rolf Flerlage unterstrich: „Es wurde klar dargelegt, dass jede Summe nötig und keineswegs auf Sonderwünsche zurückzuführen ist.“ Ein Problem stellten übereinander gestaltete Decken dar, die nicht den Brandschutzbestimmungen gerecht wurden.

Zur Kenntnis nehmen

Helmut Buß fragte: „Hat das Bistum schon entschieden. Ob es sich an den Mehrkosten beteiligt?“ Er plädierte dafür, dem Beschlussvorschlag zu folgen, demzufolge die Mehrkosten zur Kenntnis zu nehmen und dass sie abzudecken sind. Das sahen alle Ortsratsmitglieder genauso. Es folgte ein einstimmiges Votum. Bürgermeister Klaus Goedejohann unterstrich: „Die Kostenentwicklung wurde transparent dargelegt. Die endgültige Summe steht noch nicht fest.“ Den letzten Beschluss muss der Gemeinderat treffen.


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