Konzertabend am 3. Dezember Orchester des Musikvereins Lemförde feiert Jubiläum

Von Christa Bechtel


Lemförde. Im Juni 1891 wurde auf Initiative des damaligen Lehrers und späteren Kantors Wilhelm Jacobs der Musikverein als „Lehrermusikverein“ gegründet. Am Samstag, 3. Dezember, 20 Uhr, wird der 125. Geburtstag mit einem besonderen Jubiläumskonzert im Lemförder Rittersaal gebührend gefeiert.

Jeden Donnerstag probt das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ unter der Leitung seines engagierten Dirigenten Stephan Flore j im Landgasthaus Koch in Brockum. Keinesfalls „verstaubt“, sondern frisch und dynamisch. Zurzeit üben die Instrumentalisten, die zum Beispiel aus Aldorf, Hille, Drebber, Stemwede, Pr. Oldendorf, Hunteburg, Diepholz, Wagenfeld und aus der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ kommen, besonders intensiv für das Jubiläumskonzert. .

Mischung aus Alt und Neu

Woran liegt es, dass ein Orchester 125 Jahre besteht? „Ich leite seit 22 Jahren das Orchester. Ich weiß nicht, was meine Vorgänger gemacht haben. Aber eine gesunde Mischung aus Alt und Neu anbieten, sodass auch Jüngere angesprochen wurden, zu uns zu kommen. Erfreulicherweise in den letzten Jahren wieder vermehrt Streicher“, erklärt Stephan Flore, der in den letzten Monaten als neue Orchestermitglieder Jule Randermann, Querflöte, Olaf Angermeier, Trompete, und Jule Pansing, Geige, begrüßen konnte.

In die Stückauswahl eingebunden

Besonders wichtig ist ihm: „Dass die Musiker mit in die Stückauswahl eingebunden werden.“ Das sei nicht so einseitig, sondern: „Ich lerne etwas, sie lernen“, betont der Orchesterleiter, der sich immer über Nachwuchs im großen Klangkörper freut. „Es ist die Musik und die Freude, Musik zu machen. Wenn die hochgehalten und die Leute genügend motiviert werden und Stücke, die sie auch selber schön finden, spielen dürfen: Das reicht aus, um ein Orchester so lange überstehen zu lassen“, meint Vorsitzender Dr. Karl-Wilhelm Meyerrose, der hinzufügt: „Zumal sich die Musikrichtungen im Laufe der 125 Jahre stark verändert haben. Eine große Sache ist natürlich auch die Führung“, unterstreicht der Vorsitzende mit Blick auf Stephan Flore.

In alter und neuer Besetzung

Eröffnet wird der Konzertabend am 3. Dezember mit dem „Sextett in C-Dur“ von Johann Christian Bach. Mit der „Toccata in D-Minor“ folgt der Vater, Johann Sebastian Bach. Zu „Selections from Mary Poppins“ entführt das Orchester das Publikum in die Welt der Musicals. Als Solistin wird Annalena Grube mit dem Oscar prämierten Song „Let It Go“ aus dem Soundtrack „Die Eiskönigin“ die Zuhörer bezaubern. Aber auch der Song „Hallelujah“ des gerade verstorbenen Singer-Songwriters Leonard Cohen wird einen besonderen Stellenwert im Konzert einnehmen. Und: „Die ‚Her(t)zschrittmacher‘ treten in alter und neuer Besetzung auf“, verrät Karl-Wilhelm Meyerrose strahlend. „Dieses Mal ist sehr viel Unterhaltungsmusik dabei“, ergänzt Flore.

Eintritt ist frei

Der Eintritt zu dem Konzert ist wie immer frei. Natürlich würden sich die Orchestermitglieder über einen rappelvollen Rittersaal freuen. Der schönste Lohn für ihr monatelanges Proben.


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