Kulturverein „Kul-Tür“ ist stolz Weltstar Helen Schneider zu Gast in Rahden

Von Kerstin Balks

Vielseitige Künstlerin mit Ausnahmestimme: Helen Schneider ist am 1. Dezember zu Gast in Lübbecke-Rahden. Archivfoto Mayk AzzatoVielseitige Künstlerin mit Ausnahmestimme: Helen Schneider ist am 1. Dezember zu Gast in Lübbecke-Rahden. Archivfoto Mayk Azzato

Rahden. Dass ein Weltstar die Einladung eines lokalen Kulturvereins wie des Vereins „Kul-Tür“ in Rahden annimmt, ist alles andere als selbstverständlich – und somit ist das Konzert eines solchen Künstlers für das Publikum ein besonderes Ereignis.

Der Rahdener Kulturverein „Kul-Tür“ ist zu Recht stolz darauf, dass er Helen Schneider für ein Konzert gewinnen konnte. Das außergewöhnliche Konzert mit der Ausnahmekünstlerin findet am Donnerstag, 1. Dezember, um 20 Uhr in der St.-Johannis-Kirche in Lübbecke-Rahden statt.

Helen Schneider singt dabei Titel aus ihrem aktuellen Album „Collective Memory“, ihrem ersten Originalalbum seit 25 Jahren und einem ganz besonderen Projekt: Die Songs, die in Zusammenarbeit mit ihrer Freundin und Kollegin Linda Uruburu und dem Gitarristen Jo Ambros entstanden, erzählen poetisch und musikalisch Geschichten aus den vergangenen 40 Jahren, mit unverkennbaren Anleihen an Rhythmus und Harmonien der 1960er- und 1970er-Jahre, an Folk, Pop und Rock und an Zeiten des Umbruchs. Sehr persönlich schildert Helen Schneider darin Erfahrungen bedingungsloser Liebe und eines fast unerträglichen Verlustes, dem ein Neubeginn folgte.

Vielseite Künstlerin

Seit 44 Jahren steht die Amerikanerin mit deutsch-russischen Wurzeln auf der Bühne, machte als Rocksängerin, aber auch als Musical-Star, als Schauspielerin sowie als Jazz-Interpretin Furore. Am 23. Dezember 1952 in Brooklyn geboren und dort aufgewachsen, veröffentlichte sie 1976 ihr erstes Album. Ausgedehnte Tourneen durch die USA schlossen sich an. 1978 startete Helen Schneider ihre erste Europa-Tour in Deutschland, wo sie einem großen Publikum durch ihren Auftritt in der legendären Fernsehsendung „Bio’s Bahnhof“ mit Moderator Alfred Biolek bekannt geworden war. 1982 trat sie mit anderen Künstlern im „Palast der Republik“ in der damaligen DDR auf. Im selben Jahrzehnt begann ihre Musical-Karriere in Deutschland. Evita, Sunset Boulevard und vor allem Cabaret, in dem sie als Sally Bowles neben Hildegard Knef und Wolfgang Reichmann im Theater des Westens in Berlin Erfolge feierte, standen auf Helen Schneiders Spielplan. Auch als Interpretin der Stücke von Bert Brecht und Kurt Weill machte sie sich einen Namen. Kurzum: Helen Schneider steht für eine ungewöhnliche Stimme und ein ungewöhnliches Repertoire – und ist demnächst ganz in der Nähe zu Gast.

Kartenvorverkauf

Konzertkarten sind seit Mittwoch im Vorverkauf, je nach Kategorie, zum Preis von 21 beziehungsweise. 23 oder 25 Euro bei der Volksbank Lübbecker Land erhältlich; an der Abendkasse kosten die Karten 24 beziehungsweise 26 oder 28 Euro. Für Mitglieder des Vereins „Kul-Tür“ ermäßigt sich der Kartenpreis um 3 Euro.


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