Holger Rautenberg packt an „Der Hunteburger SV ist meine Familie“

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Anpacken in Hunteburg: Holger Rautenberg in seinem Element. Foto; Winfried BeckmannAnpacken in Hunteburg: Holger Rautenberg in seinem Element. Foto; Winfried Beckmann

Hunteburg. Er ist ein Original, ein Unikum, weil er auch gerne Spaß macht und hat. Er ist vor allem „grundehrlich“, „total hilfsbereit“ und „immer für andere da“, wie Siegfried Möhlmeyer als 1. Vorsitzender des Hunteburger SV einen Idealisten beschreibt, um den der HSV zu beneiden ist.

Jeden, seit Jahren zumindest fast jeden Tag ist Holger Rautenberg auf der Sportanlage seines Vereins anzufinden, weil ihn irgendeine Tätigkeit bzw. Besprechung mit anderen Helfern und Platzpflegern bewegt. Und weil er immer anpackt, wo es anzupacken gilt. Und das ohne große Worte in einer Selbstverständlichkeit, die ihn insbesondere auch ohne Erklärungen außergewöhnlich sein lässt.

Bei der D-Jugend angefangen, kickte er durch alle Jugendaltersklassen mal als Torwart, mal als Stürmer bis hinauf zur zweiten und dritten Herrenmannschaft, jetzt noch mit bei den alten Herren und greift als Schiedsrichter zur Pfeife, wenn niemand anders da ist. Angefangen anzupacken und zu helfen, für andere da zu sein, hat er als Platzwart, wurde dann Hausmeister und ist als 3. Vorsitzender des Großvereins für alles da, was die Freianlage sowie den Fußballbetrieb betrifft.

Erneuerter Umkleidetrakt

Für alles, was gemacht werden muss, ist der 44-Jährige zu gewinnen. Besser gesagt er sieht es und packt ohne große Worte an, „wenn etwas gemacht werden muss“. So trägt der einladende, vor acht Jahren gebaute Schulungsraum seine Handschrift, der gerade in diesem Jahr fertiggestellte, komplett erneuerte Umkleidetrakt ebenso. Und aktuell geht er vorneweg, wenn es gilt, Stein auf Stein die sogenannte Versorgungsstation fertigzustellen. In diesem Jahr winterfest, im nächsten dann komplett gebrauchsfähig bei Spielbetrieb und Veranstaltungen.

Zwölf Fußballteams

Und danach? „Dann werden wir erst mal aufhören zu bauen“, sagt der gelernte Maler und Lackierer, der im Moment umschult zum Lageristen, mit einem Lächeln im Gesicht, das auf Tatendrang deutet. Er wird auch danach (fast) täglich zur Burgstraße fahren, um zu sehen, was getan werden muss, sich mit Platzpflegern auszutauschen und mit den Vorstandskollegen abzustimmen, „denn das läuft alles gut bei uns im Vorstand“.

Und so gesteht er, was ihm anzumerken ist, wenn er anpackt und/oder als Junggeselle über seinen Verein spricht: „Der HSV ist meine Familie.“ Und dabei ist er stolz auf die Erfolge der zwölf Fußballteams mit gerade drei Aufstiegen und auf die Tatsache, „dass wir als einziger Verein ohne eine Spielgemeinschaft auskommen“. Was er auch der Tatsache zuschreibt, immer noch gute Trainer zu finden, indem jede Mannschaft mit zwei Trainern besetzt ist.

Stein auf Stein neu gebaut

Dabei kennen und schätzen nicht nur alle HSV-Kicker ihren Holger, sondern jeder im Ort, wenn er täglich seinen Weg zur Sportanlage nimmt. Wenn nicht mehr für Stein auf Stein neu gebaut, dann dazu, den Zustand zu halten und allenfalls mal für „kleine Projekte“. Was für unveränderten Schaffensdrang des Idealisten spricht, der nichts davon wissen will, irgendwann mal „ausgelaugt“ zu sein. Solange es ihm sichtbar so viel Spaß bereitet…


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