Näherei bestand 17 Jahre in Bohmte Hucke-Ehemaligentreffen in der Bohmterheide

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Beim Ehemaligentreffen der Bohmter Näherei Hucke nach 50 Jahren fanden sich im Gasthaus Riemann in der Bohmterheide rund drei Dutzend Teilnehmer – darunter ein Mann – ein. Foto: Karin KemperBeim Ehemaligentreffen der Bohmter Näherei Hucke nach 50 Jahren fanden sich im Gasthaus Riemann in der Bohmterheide rund drei Dutzend Teilnehmer – darunter ein Mann – ein. Foto: Karin Kemper

Bohmterheide. Was hat die Näherei Hucke mit dem Landgasthaus Gieseke-Asshorn in Bohmte zu tun? Die Antwort: Heute nichts, vor gut 50 Jahren eine ganze Menge. Im Giesken Saal wurde damals nämlich genäht.

Im Gasthaus Riemann in der Bohmterheide trafen sich rund drei Dutzend Frauen und ein Mann, die sich mit der Zeit, als es in Bohmte die Näherei Hucke gab, auskennen. Sie haben nämlich dort gearbeitet. „Dort“ bedeutet den Standort an der Schützenstraße, wo sich heute der Magro-Markt befindet.

Lehrmädchen-Quintett

Aber professionell genäht wurde schon vor dem Jahr 1966 in Bohmte, eben auf dem Saal. Am 1. April 1966 begannen die ersten Lehrlinge am neuen Standort die Ausbildung zur Näherin. Und das Quintett von damals nahm komplett (ergänzt durch die Ausbilderin) am Ehemaligentreffen in der Bohmterheide teil. Die fünf Lehrmädchen (wie es zu der Zeit hieß) sind Hannelore Stefener (geborene Brinkmann), Ilse Aßmann (geborene Brinkmann), Monika Smit (geborene Ramsch), Renate Lohrie (geborene Schnier) und Margret Czymai (geborene Pomplun). Für die Ausbildung war Luise Wallmeyer (geborene Klöker) zuständig.

Drittes Ehemaligentreffen

Die Bohmter Geschichte der Näherei Hucke, die nach Angaben der Ehemaligen zeitweise mehr als 100 Mitarbeiter hatte, reicht von 1966 bis zum 1. März 1983. Das heißt, seit Beginn der Produktion im eigenen Gebäude in Bohmte sind 50 Jahre vergangen. Beim inzwischen dritten Ehemaligentreffen, um dessen Organisation sich Ilse Aßmann gekümmert hatte, gab es jede Menge zu erzählen. Dass sich die eine oder andere zwischenzeitlich verändert hatte, führte schon mal zu der Nachfrage: „Nun sage mir bitte, wer du bist?“ Die Antwort war leicht zu bekommen. Dass das zweite Treffen 2005 in der Schützenhalle stattgefunden hatte, ließ sich klären – auch, dass sich die Näherinnen schon vorher einmal zusammengekommen waren. Nur wann war das?

Viele Erinnerungen

Jede – und mittendrin als einziger Mann ein Mechaniker aus der Hucke-Zeit – wusste etwas beizutragen, wie es damals gewesen war. Der Geräuschpegel im Saal, wo eine Kaffeetafel gedeckt war, erreichte zwischenzeitlich beachtliche Höhen. Mit einem Augenzwinkern meinte eine Teilnehmerin: „Ich weiß noch, dass ich die Personalnummer 108 hatte.“ Manche Dinge geraten eben nicht in Vergessenheit.

Die Teilnehmerinnen kamen fast alle aus dem Wittlager Land oder der unmittelbaren Umgebung. Eine Ehemalige nahm eine deutlich längere Anfahrt in Kauf: Sie kam aus Warendorf.

Und ein Thema durfte in der geselligen Runde nicht fehlen – Überlegungen im Hinblick auf ein denkbares viertes Ehemaligentreffen. Ilse Aßmann meinte: „Wir wissen noch nicht, wann das sein könnte.“


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