Wachsen und Lernen Oberschule Bohmte entlässt 73 Schüler in die Zukunft

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Bohmte. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt: An der Oberschule Bohmte wurden 73 Schüler der Haupt- und Realschulklassen verabschiedet.

Patschnass waren die Kleider und Anzüge, doch das konnte die Stimmung nicht trüben: Ein heftiger Regenschauer erwischte die Schüler des Abschlussjahrgangs der Oberschule Bohmte auf ihrem Weg vom Gottesdienst zur Schulaula. Dort konnten die jungen Menschen ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen.

„Heute können wir 73 Zeugnisse übergeben – eine stolze Zahl“, sagte Schulleiter Clemens Brunsen in seiner Ansprache. Die Schüler seien heute die wichtigsten und wohl auch glücklichsten Personen des Tages. „Ihr könnt stolz darauf sein, was ihr erreicht habt.“

Wie ein Baum

Von den 73 Schülern erreichten 27 den erweiterten Realschulabschluss, der sie zum Besuch einer gymnasialen Oberstufe berechtigt. 36 Schüler erreichten den Realschulabschluss, sechs Schüler bekamen ihren Hauptschulabschluss nach zehn Jahren verliehen, vier Schüler erreichten den Hauptschulabschluss nach neun Jahren.

Die Schüler hätten ihre Chancen an der Oberschule Bohmte gut genutzt, so Brunsen: „Manche erst spät, aber immerhin. Wir verschenken diese Zeugnisse nicht, ihr habt sie eurem eigenen Einsatz zu verdanken.“

Brunsen wählte einen Vergleich Erich Kästners: Ein Lehrer sei kein Zauberer, sondern ein Gärtner, der die Schüler hege und pflege – nur wachsen, das müssten die Schüler selbst.

„Aus Sämlingen in der Grundschule sind jetzt junge Bäume geworden. Mit einem biegsamen Stamm, der sich nicht bei jeden Wind verbiegt und bricht“, sagte der Rektor in Richtung Schüler. Einige Male würden sich die Bäume noch nach dem Wind richten, bis sie dann stark genug seien, sich dem entgegenzustellen.

Musik und Akrobatik

„Hier und Heute endet die Arbeit des Gärtners“, so Brunsen weiter. Er gab den Schülern den Rat mit auf dem Weg, nicht zu schnell an einem Ort festzuwachsen. „Und sucht euch auch in Zukunft einen Gärtner, damit ihr blüht und Früchte tragt. Das muss nicht unbedingt ein Lehrer sein.“

Nach Grußworten von der ersten Gemeinderätin Tanja Strotmann und des stellvertretenden Ortsbürgermeister Willi Ladner wurden die leistungsstärksten Schüler des Jahrgangs für ihre Noten ausgezeichnet. Ihre Zeugnisse erhielten alle Schüler von ihren Klassenlehrern in den jeweiligen Räumen.

Umrahmt wurde die Abschiedsfeier von der Vorführung des Akrobatikkurses der Fünftklässler sowie der musikalischen Darbietung von Annika Wilker und der Schulband.

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Im Mittelpunkt des diesjährige, von den Schülern gestalteten Abschlussgottesdienstes mit dem Titel „Freundschaft bleibt?!“ stand die indianische Geschichte „Die zwei Wölfe“, in der es um das Gute und das Böse im Menschen geht. Dieser besondere Gottesdienst wurde von einem eigens gegründeten Projektchor und der Schülerband musikalisch gestaltet.

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