50-jähriges Bestehen Markus Helling und sein Heimatverein Hunteburg

Sein Verein wird 50 Jahre jung: Markus Helling aus Hunteburg. Foto: Helge HolzSein Verein wird 50 Jahre jung: Markus Helling aus Hunteburg. Foto: Helge Holz

Hunteburg. Einen schöneren Ort für das Treffen kann es kaum geben. Dafür ist die Schutzhütte am Karlstein einfach zu malerisch gelegen: Wohin das Auge auch schweift, das sprießende Grün, der azurblaue Himmel - das alles hat schon etwas für sich und dazu noch das laue Frühlingslüftchen. So muss ein Tag für eine Wanderung oder eine Radtour sein. Hier macht sogar das Rasten Spaß. Markus Helling kann da nur zustimmen.

Er freut sich, dass die Arbeit seines Heimatverein Anklang findet. Als Erster Vorsitzender weiß er natürlich, wie viel ehrenamtlicher Einsatz seiner Mitstreiter dahinter steckt, dass die schmucken Schutzhütten sowie die gepflegten Rad- und Wanderwege wahre Aushängeschilder für Hunteburg sind. Oft haben sogar die Nachbarn ein waches Auge auf diese Visitenkarten der Gemeinde, zupfen sogar das eine oder andere Kräutlein vom Wegesrand oder passen auf, dass alles Tipp-top in Ordnung ist und bleibt. So sieht halt eine sehr gute Nachbarschaft und Gemeinschaft aus, lobt anerkennend der erste Vorsitzende des Heimatvereins diese stille Mithilfe.

Eine feste Gemeinschaft

Die feste Gemeinschaft, die Kontinuität spiegelt sich ebenso in der Historie des Heimatvereins selbst wieder. In seiner 50-jährigen Vereinsgeschichte „verbrauchte“ die Gemeinschaft gerade mal drei Vorsitzende. Quasi als Gründungsvater steht Dr. Harald Schlicht ganz oben in der Chronik. Zehn Jahre lang lenkte er die Geschicke des Heimatvereins. Dann übernahm Peter Gausmann das Zepter. 33 Jahre waren seine Mitstreiter mit seinen Leistungen zufrieden. Doch dann gab er sein Amt weiter in jüngere Hände. So stellte sich halt Markus Helling in die erste Reihe. Und das ist auch schon wieder sieben Jahre her.

Der erste Heimatkundler

Eigentlich ist sein Vater Heinz Helling „schuld“ daran, dass sein Sohn irgendwann einmal der erste Wanderer, der erste Heimatkundler der Hunteburger wird. Gemeinsam haben beide einst in der Wanderabteilung des Heimatvereins auf Schusters Rappen die Umgebung erkundet. Erst ging es nur über die Wanderwege, dann riefen die Wege in die Vereinsarbeit.

Und die Arbeit hat es schon in sich. Gerade in diesem Jahr gilt es neben dem Alltagspensum auch ein Jubiläum auf die Beine zu stellen. Von Natur kann Mann, kann Frau einfach nicht genug bekommen, denken sich die Hunteburger und werden Ende Juni zu einer Tour zum Botanischen Garten nach Osnabrück aufbrechen. Zu Fuß wäre sicher machbar, doch per Bus geht es auf eine angenehmere Art und Weise. Wenige Tage später wird es die Gemeinschaft gen Norden ziehen. Dann geht es zum Schäferhof nahe des Dümmers, wo auf die Runde auch eine schmackhafte Stärkung warten wird.

Jubiläum am 14. August

Das große Jubiläum wird am 14. August auf der Freizeitwiese ordentlich gewürdigt und gefeiert werden. Das Programm der Geburtstagsfeier soll so vielfältig sein, dass jede Altersgruppe davon angesprochen wird, dessen sind sich die Heimatkundler sicher. Dem nicht genug, weil in diesen Tagen auch die Varus-Region ihr Zehnjähriges feiern wird, gibt es genügend Anknüpfungspunkte, um auch über den Hunteburger Tellerrand zu schauen. So wird in diesem Sommer noch so manches Bonbon auf die nördliche Seite des Wiehengebirges locken.

Dem Anspruch gerecht werden

„An der Verschönerung des Ortsbildes will der Verein mitwirken“ - so die Vereinssatzung. Und diesem Anspruch gerecht zu werden, zeigen die Mitglieder wirklich Einsatz. Neben der Schutzhütte am Karlstein betreuen sie gleich zwei weitere Hütten in ihrem Sprengel. Dazu kommen noch so einige Kilometer Wanderwege, die gehegt und gepflegt werden wollen.

Spannung und Kurzweil versprechen die Mitglieder des Heimatvereins auch dem Hunteburger Nachwuchs. Wenn sich das alte Schuljahr verabschieden haben wird und die großen Ferien locken, dann werden die Profis im Rahmen der Ferienspiele ihren Beitrag für vergnügliche Schulferien leisten. Am einem Nachmittag werden sie alte Kinderspiele „von damals“ vorstellen, als die Großeltern Kinder waren und es weder Spiele-Apps noch Smartphones gab.

Einen Wunsch frei

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden sie in und für Hunteburg damit machen – natürlich immer vorausgesetzt die dazu notwendigen Mittel sind dafür vorhanden? Der Wunschzettel scheint nicht kurz sein, denn Markus Helling braucht nicht lange zu überlegen: An der Freizeitwiese ließe sich so einiges machen, die Römerbrücke könnte ein wenig aufgehübscht werden oder die Brücke über die alte Hunte könnte etwas Renovierung erhalten. An Arbeit mangelt es dem Heimatverein also nicht.

Ach ja, wenn interessierte Besucher von fern und nah in die Geschichte von Hunteburg eintauchen möchten – auch dafür haben die Lokalpatrioten nicht nur großes Verständnis, sondern ebenso genügend Zeit. Bei Bedarf werden sie dann mit der Gruppe in die Historie von Hunteburg eintauchen.


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