Grünen haben Bedenken Risiken und Belastungen durch Hafen Wittlager Land

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•Der Hafen Leckermühle aus der Vogelperspektive betrachtet. Archivfoto: Friedrich Lüke•Der Hafen Leckermühle aus der Vogelperspektive betrachtet. Archivfoto: Friedrich Lüke

Bohmte. Über die Perspektiven des Bohmter Hafens sprachen Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen mit dem ehemaligen Betreiber des Kanalumschlags, Carl Wilhelm Zerhusen. Er habe alles an die Hafengesellschaft Wittlager Land (HWL) zum 1. April übergeben, berichtete Zerhusen.

Ursache für die Geschäftsaufgabe sei der Verkauf von Hafengrundstück und Gebäude an die HWL. Die plante, einen Containerhafen in direkter Nachbarschaft zum Bestandshafen zu bauen. Über die Förderung der HWL durch die Wasser- und Schifffahrtsbehörden war es 2014 zu einer juristischen Auseinandersetzung gekommen.

420000 Ladeeinheiten geplant

Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der HWL-Planungen wurden beim Treffen seitens der Grünen bekräftigt. Während Zerhusen für sich über 20 Jahre 420000 Ladeeinheiten geplant habe, wolle die HWL weiterhin ca. 1,4 Millionen erreichen. „Wie soll es mit dem Umschlag von Getreide und Dünger weitergehen, ab wann ist mit Schwerlastumschlag zu rechnen, und wie sollen die zukünftig dreilagig beladenen Schiffe überhaupt Bohmte erreichen, wenn sie nicht die Brücken des Mittellandkanals unterqueren können?“, lauten einige Fragen der Grünen.

Bedarf von 200 Hektar

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Auf die erheblichen finanziellen Risiken für die an der HWL beteiligten Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln sowie für den Landkreis Osnabrück wies Reinhard Heemann hin.

Offen sei auch, wie viel Fläche für die Ansiedlung für Gewerbe und Industrie tatsächlich in Anspruch genommen werden solle, wofür eine Studie einen Bedarf von 200 Hektar aufgezeigt habe. Die Verfügbarkeit sei fraglich.

Ungeklärt sei zudem die Errichtung eines für die Bundesbezuschussung notwendigen Bahnanschlusses, der nach Kenntnis der Grünen 10 Millionen Euro kosten würde. Weitere Millionen müssten demnach für die Verlagerung des Schrott-Recyclings für das Stahlwerk Georgsmarienhütte aus Osnabrück eingeplant werden. Im Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes seien bis 2030 keine Gelder für den Ausbau der beiden Schleusen des Osnabrücker Hafens vorgesehen.

Zusätzliche Belastung

Kritik an der zusätzlichen Belastung mit bis zu 900 Lkw-Fahrten pro Tag übte die Ostercappelner Fraktionsvorsitzende Petra Lucas.


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