Landrat zu Gast Name Willkommensbüro Wittlager Land gibt das Ziel vor

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Bohmte. Am Monatsanfang hat das „Willkommensbüro Wittlager Land“ den Betrieb aufgenommen. Das Büro hat seinen Sitz an der Bremer Straße 24 in Bohmte. Landrat Dr. Michael Lübbersmann hat die Einrichtung jetzt besucht.

Das Willkommensbüro ist zentraler Bestandteil der gemeindeübergreifenden Flüchtlingsbetreuung im Altkreis Wittlage. Die Startphase ist mittlerweile abgeschlossen. Die Akten aus den Rathäusern Bad Essen und Bohmte sind bereits in die neuen Büroräume im OLB-Gebäude gebracht worden. Die Unterlagen aus Ostercappeln werden derzeit „angeliefert“.

Symbolträchtiger Name

„Der Name Willkommensbüro ist symbolträchtig gewählt“, sagt Michael Lübbersmann. Er gebe nämlich das Ziel vor. Die drei Wittlager Gemeinden haben wie berichtet die Flüchtlingsarbeit aufgeteilt und bilden Schwerpunkte. So soll die Arbeit effektiver und auch kostengünstiger organisiert sein. Ostercappeln kümmert sich um Wohnraumbeschaffung, Bad Essen um die Leistungsgewährung und Begleitung der Asylverfahren und Bohmte beziehungsweise das Kinderhaus Wittlager Land um die Sozialarbeit. Ein gegenseitiger Kostenausgleich der Kommunen ist vertraglich festgeschrieben.

Am 1. April komplett

Drei Mitarbeiterinen sind seit März im Willkommensbüro tätig, nämlich Silke Schramm, Judith Rother und Wiebke Uhlmannsiek. Die vierte Kraft – Alexandra Böttge – beginnt am 1. April. Dann ist das Team komplett. Das Büro an der Bremer Straße ist montags, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet, Telefon 05471/7159425. Weitere Sprechzeiten können natürlich auch vereinbart werden. Per E-Mail ist die Einrichtung unter willkommensbuero@wittlager-land.eu zu erreichen. Das Büro ist nicht nur für Asylbewerber zuständig. Es soll auch Anlaufstelle für Bürger sein, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit engagieren wollen.

Derzeit ist die Zahl der Flüchtlinge, die den Kommunen zugewiesen wird, stark rückläufig. Grund ist das Schließen der Balkanroute. „Es werden aber auch in Zukunft weiter Flüchtlinge kommen“, merkte der Landrat an. Das Willkommensbüro hat also trotz derzeit sinkender Zahlen genug zu tun. Denn die Aufgabe besteht ja nicht nur darin, Flüchtlinge in Empfang zu nehmen und unterzubringen. Ebenso wichtig sind die weitere Begleitung und Hilfen bei der Integration. Zu den Aufgaben des Willkommensbüros gehört auch der Kontakt zu den Ehrenamtlichen, die sich im Wittlager Land auf diesem Gebiet engagieren.

Lob für gutes Miteinander

Der Landrat lobt das Zusammenwirken der Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln. Das Willkommensbüro ermöglich schnelles und gutes Arbeiten. „Gemeinsam ist man stark“. „Im Landkreis Osnabrück sind wir insgesamt gut aufgestellt“, so Lübbersmann. Nicht zuletzt deshalb, weil in der Region zahlreiche ehrenamtliche Helfer aktiv seien – „die hoffentlich noch lange dabei bleiben.“ An der politischen Situation in den Herkunftsländern der Menschen könnten Kreis, Kommunen und Helfer natürlich nichts ändern. „Aber wir tun das vor Ort, was vor Ort getan werden kann.“

Gut angelaufen

„Die Arbeit im Willkommensbüro ist gut angelaufen“, berichtete Silke Schramm. Nach Aufnahme und Verteilung der Flüchtlinge folgt der Alltag. Dazu gehören Sprachkurse. Jeder Asylbewerber muss einmal im Monat zu einem Gespräch in das Willkommensbüro erscheinen. „Niemand soll durch das Raster fallen“, so Schramm.

Neben dieser Beratung und der Begleitung durch Ehrenamtliche ist es natürlich entscheidend, die Neubürger zu qualifizieren und in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Langeweile ist tödlich und verursacht Stress“, sagte Lübbersmann. Der Kreis bemühe sich, eine breite Angebotspalette für Qualifizierung und Beschäftigung zu bieten. Aufgabe des (neuen) Migrationszentrums des Landkreises Osnabrück ist es, sich um die langfristige und nachhaltige Integration aller Zuwanderer in Bildung, Ausbildung und Arbeit zu kümmern. Dazu zählen auch Flüchtlinge. Der Aufenthaltsstatus spiele also keine Rolle, erläuterte die Leiterin des Zentrums, Katja Bielefeld.


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