Rohbau steht 20 Millionen Euro für Kieswerk in Schwegermoor


Hunteburg. Mittlerweile steht in Hunteburg-Schwegermoor in der Gemeinde Bohmte - neun Monate nach Beginn der Vorarbeiten - der komplette Rohbau. Und so konnte das Unternehmen Hunteburger Kies- und Sandwerke (HKS) jetzt Richtfest feiern.

Michael Hüging-Holemans, Geschäftsführer der Holemans-Gruppe, und HKS-Betriebsleiter Wolfgang Niehoff zeigten sich zufrieden mit dem Baufortschritt an der Dammer Straße in Hunteburg, wo laut Holemans insgesamt 20 Millionen Euro für das neue Kieswerk investiert und insgesamt 15 neue Arbeitsplätze im Werk und in der gebündelten Rohstoffgewinnung von Kies, Sand und Torf entstehen werden.

Moderne Technik

Das Kieswerk sei mit modernster Technik ausgestattet. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit „werden sowohl bei der Gewinnung als auch bei der Aufarbeitung großgeschrieben“, betonen die Unternehmenssprecher,

Die Silhouette der Anlage ist inzwischen sichtbar. Deutlich zu erkennen sind die Anlagen für die Gewinnung der Rohstoffe mit Saugbagger, GPS und Sonaranlagen, dem Schöpfrad, die Aufbereitungsanlage für den Rohkies, die Sandaufbereitung, die Siloanlage, die vollautomatische Lkw-Waage, und das Betriebsgebäude, auf dem der Richtkranz weht. Auch ein Laborgebäude wird entstehen. In Schwegermoor wird die HKS GmbH laut aktueller Genehmigungslage bis 2041 Kiese und Sande gewinnen. Die Rohstoffe lagern hier laut Unternehmen in großer Menge und Qualität unter den für die Gegend typischen Torfschichten. Die Mächtigkeit der Kies- und Sandlagerstätte beträgt bis zu 40 Meter.

Saugbagger und GPS

Rückblick: Der Landkreis Osnabrück erließ Ende Dezember 2011 einen Planfeststellungsbeschluss, durch den die Genehmigung erteilt wurde, auf einer rund 60 Hektar großen Fläche 30 Jahre lang Kies abzubauen. Dieser Beschluss wurde für sofort vollziehbar erklärt.

Gegen diesen Beschluss hatte dann das Umweltforum Osnabrücker Land Klage eingereicht. Das wiederum hatte die aufschiebende Wirkung für den Beschluss zur Folge, sodass die Hunteburger Kies- und Sandwerke (HKS) die endgültige Entscheidung durch das Klageverfahren hätte abwarten müssen, bis sie mit dem Bodenabbau im Schwegermoor hätte beginnen dürfen.

HKS, das zur Holemanns-Gruppe mit Sitz im rheinischen Rees gehört, stellte einen Antrag auf sofortige Vollziehung. Diesem Antrag wurde entsprochen, und daher hat der Landkreis 2012 die sofortige Vollziehbarkeit des Planfeststellungsbeschlusses angeordnet. Das Oberverwaltungsgericht hat dann nach juristischem Tauziehen 2013 den Antrag des Umweltforums auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung endgültig abgelehnt. HKS konnte – auf eigenes Risiko – mit den vorbereitenden Arbeiten und auch dem Bodenabbau beginnen.


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