Leiter des Diakonie-Shops Alfons Rolf aus Bohmte engagiert sich im Kirchenkreis

Leiter Alfons Rolf (vorne links) mit seinem ehrenamtlichen Team im Diakonie-Shop Bohmte. Foto: Christa BechtelLeiter Alfons Rolf (vorne links) mit seinem ehrenamtlichen Team im Diakonie-Shop Bohmte. Foto: Christa Bechtel

Bohmte. „Als die Kirchengemeinde Bohmte dem Kirchenkreis Bramsche zugeordnet wurde, trat das Diakonische Werk Bramsche an uns heran. Ob sie in Bohmte einen Diakonie-Shop und eine Beratungsstelle eröffnen können? Da jemand für die Leitung des Shops gesucht wurde, habe ich spontan gesagt: So einen Shop zu leiten, würde ich mir schon zutrauen, das finde ich sehr interessant“, erzählt Alfons Rolf, wie er Leiter des Diakonie-Shops Bohmte wurde.

Der Shop öffnete im Mai 2013 seine Pforten; angegliedert wurde zudem eine Schuldnerberatung.

Warum engagiert sich Alfons Rolf ehrenamtlich? „Man möchte einfach noch im Geschehen drin sein, da man nicht mehr groß eine Verantwortung zu tragen hat und sein Rentnerdasein frustet“, erklärt der Bohmter schmunzelnd, der früher als Vertriebstrainer bei der Volksfürsorge deutschlandweit unterwegs war. Schon bald öffneten sich für den Vater von vier erwachsenen Kindern und zwei Stiefkindern einige ehrenamtliche Türen. So trat er dem Männerkreis „Neue Mannschaft“ der St.-Thomas-Kirche Bohmte bei, für den er das Programm gestaltet. Seit 2012 ist Rolf weiterhin Kassenwart im Förderverein St. Thomas; in der Kirchengemeinde ist er zudem Mitglied im Beirat. Des Weiteren arbeitet er im Vorstand der Diakonie mit, ist als „Sozialer Lotse“ tätig und leitet seit gut zwei Jahren den Diakonie-Shop Bohmte.

Beraten und sortieren

Im Shop sorgt der 63-Jährige dafür, dass während der Öffnungszeiten mindestens zwei ehrenamtliche Mitarbeiter vor Ort weilen. Diese nehmen Waren an, sortieren und räumen sie ein. Des Weiteren beraten sie Kunden und gestalten den Verkauf. Derzeit seien es 13 Mitarbeiter, erläutert Rolf. Zum ehrenamtlichen Team gehören Monika Boden, Brigitte Schnier-Papamattheou, Ludmila Radcenko, Irene Arneke, Julia Berezin, Nijaza Ferthatbeyovic, Brunita Ortmann, Anna Anikin, Selvi Kunt, Katrin Schweigert, Lubow Scheck und Hannelore Linkemeyer. „Die Damen machen das wirklich gerne und ich lasse ihnen viel freie Hand“, betont der Leiter strahlend, der weiter hervorhebt, dass jeder im Shop einkaufen kann. „Niemand braucht einen Sozialschein“, unterstreicht Rolf, der auch einige Flüchtlinge zur Kundschaft zählt.

Ein Möbellager

Denn: Zum Diakonie-Shop gehört ebenfalls ein Möbellager. „Wir haben von Winfried Buchsbaum (Arbeiterwohlfahrt Region Wittlage) eine Halle, die sich auf dem AWO-Gelände befindet, zur Verfügung gestellt bekommen. Dort befindet sich eine große Auswahl an Möbeln“, sagt Rolf, der die Teile fotografiert und im Bohmter Shop mit Preisangabe aushängt. „Wir wollen damit speziell den Leuten helfen, die wirklich darauf angewiesen sind“, definiert der Shop-Leiter. Einziges Manko sei: „Dass wir keine Sachen abholen können.“ Das heißt, wer Möbel spenden möchte, kann diese direkt zum Möbellager in Bohmte bringen. Nach Aussage des Bohmter Bürgermeisters werde der Flüchtlingsanteil Ende des Jahres in den drei Altkreis-Gemeinden im dreistelligen Bereich liegen, stellt Alfons Rolf dar, dass Möbel weiterhin gebraucht werden. Er ergänzt: „Wir haben auch schon einige Flüchtlinge mit der ersten Ausstattung versorgt, wo wir teilweise kein Geld genommen haben. Wir leben quasi vom Guttun der Mitbürger, werden sehr, sehr gut unterstützt.“

Für die Sozialarbeit

Der Erlös aus dem Verkauf der Sachspenden oder, falls es mal Geldspenden gibt, würden direkt auf das Konto der Kirchenkreissozialarbeit eingezahlt. „Indirekt profitiert der Diakonie-Shop nicht davon. Aber wenn wir beispielsweise neue Regale benötigen, können wir die über die Diakonie Bramsche bestellen“, weiß Rolf zu schätzen. Zudem habe man ein Jugendgeldkonto, womit die Jugend unterstützt wird.

Welche Wünsche hat er für den Diakonie-Shop für die Zukunft? „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem ehrenamtlichen Engagement der Frauen. Und habe ganz große Hochachtung davor, dass sie alle spontan zugesagt haben, hier tätig zu sein. Vielen macht es einfach Spaß, mit anderen Leuten zu sprechen, ihnen zu helfen und dann das Leuchten in den Augen zu sehen. Das ist Dankeschön sagen auf eine andere Art“, freut sich Alfons Rolf. Geöffnet hat der Diakonie-Shop Bohmte montags von 10 bis 12 Uhr, mittwochs 15 bis 18 Uhr und samstags 10 bis 13 Uhr.