Kapelle restauriert Damme: Holzschnitzkunst in neuem Glanz

Wolfgang Nyhuis, Ludger Harpenau und Prior Bruder Stephan Veith (von links) freuen sich, dass die Kophanke-Kapelle wieder in neuem Glanz erstrahlt. Foto: Daniel MeierWolfgang Nyhuis, Ludger Harpenau und Prior Bruder Stephan Veith (von links) freuen sich, dass die Kophanke-Kapelle wieder in neuem Glanz erstrahlt. Foto: Daniel Meier

Damme . Die Kophanke-Kapelle in Damme-Kemphausen erstrahlt in neuem Glanz. Umdie Bausubstanz zu schützen, wurde sie jetzt sorgfältig restauriert.

„Die hochwertigen Holzschnitzereien haben nun ihre ursprüngliche Strahlkraft zurück“, freut sich Bruder Stephan Veith, Prior des Benediktinerklosters Damme, dem die Kapelle gehört.

Die Dammer Firma Nyhuis hat in mehrwöchiger Arbeit dazu beigetragen, dass die Kapelle nun ein frisches Äußeres hat. Wolfgang Nyhuis und der ausführende Malergeselle Ludger Harpenau sind dankbar, dass sie die anspruchsvolle Aufgabe übernehmen durften. Nach Absprache mit dem Denkmalschutz habe das sehr dunkle Holz zunächst von einem Spezialunternehmen abgestrahlt werden müssen, so Nyhuis. Dann sei alles neu lasiert und mit atmungsaktiver Farbe versehen worden.

Keimzelle des Klosters

Die Kophanke-Kapelle ist die Keimzelle der Benediktiner in Damme: Denn Maria Kophanke hatte die Benediktiner der Abtei Münsterschwarzach im Jahre 1962 gebeten, ihren Hof zu übernehmen und für Missionsberufe zu werben. So gingen sie 1966 nach Damme, um ein Jungeninternat für Missionsberufe in der Nähe des großen Schulzentrums zu errichten. Der Kophanke-Hof wurde bis 1984 weiter von den Benediktinern bewirtschaftet.

Die Hofkapelle hatte Frau Kophanke 1956 am Eingang des Hofes errichten lassen. Dieses tat sie aus Dankbarkeit zu Gott, zum Segen des Hofes und als Gebetsort für die Menschen im Oldenburger Münsterland.

Jedes Jahr zum Fronleichnamsfest treffen sich Katholiken aus der Bauerschaft im Vorfeld der Rüschendorfer Fronleichnamsprozession, um den Teppich für die Station bei der Kophanke-Kapelle zu fertigen. Am Samstag vor der Prozession werden Blüten auf einer etwa neun Quadratmeter großen und mit Sand bestreuten Platte dort ausgelegt.