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"Zeichen setzen" 603 Unterschriften für Mehrgenerationenplatz in Bohmte

Von Jana Derksen | 21.03.2019, 11:25 Uhr

Engagierte Bürgerinnen haben in Bohmte 603 Unterschriften für die Umsetzung des Mehrgenerationenplatzes in Bohmte gesammelt. Sie übergaben diese am Mittwochnachmittag an Bohmtes Bürgermeister Klaus Goedejohann.

Nach dem Antrag der SPD-Fraktion im Februar zum Stopp des Bewegungsband-Projektes, zu dem die Schaffung eines Mehrgenerationenspielplatzes gehört, haben Kristina Linkemeyer und andere Bürgerinnen Unterschriften für die Umsetzung des Mehrgenerationenspielplatzes gesammelt. "Wir wollen ein Zeichen setzen und schauen, wie viele uns unterstützen", sagte Linkemeyer bei der Übergabe vor dem Rathaus.

Innerhalb eines Monats seien 603 Unterschriften wahlberechtigter Bürger aus der Gemeinde sowie deren Familienangehörige und Familien zusammengekommen. Die Stimmen kämen von Rentnern, Familien und Eltern.

Im Gespräch bleiben

"Ich wünsche mir, dass man im Dialog bleibt", erklärte Linkemeyer dem Bürgermeister und Politikern von CDU, SPD, Grüne und Linke. "Das Projekt soll nicht gestorben sein, bevor es überhaupt los ging." Falls nicht so viel Geld da sei, könne man darüber reden, wie die Planungen zum Platz umgestaltet werden könnten.

Der Bürgermeister

Klaus Goedejohann bedankte sich bei den Unterschriftensammlerinnen und sagte: "Das ist eine Wertschätzung für alle, die in Workshops und Arbeitswerkstätten mitgearbeitet und sich eingesetzt haben." Er hofft, dass es noch zu guten Entscheidungen kommt. Selbstverständlich müssten die Kosten im Blick behalten werden, aber die Priorität habe eindeutig auf dem Mehrgenerationenspielplatz gelegen. "Ich finde es schade, wenn wir uns von dem Projekt verabschieden", betonte der Bürgermeister und fügte hinzu: "Ich finde es auch schade, dass wenn Parteidifferenzen sind, am Ende immer die Verwaltung schuld ist."

Spielplatzpatenschaft?

Nach der Übergabe fragte Thomas Rehme die Unterschriftensammler nach der Idee eines Spielplatzvereins oder Spielplatzpatenschaft. Laut Linkemeyer kann über einen Verein nachgedacht werden, um Folgekosten zu reduzieren, aber die Erstellungskosten des Mehrgenerationenplatzes könne dieser nicht tragen.

Für den Dorfplatz in Lintorf gibt es einen Förderverein, in Bad Essen gibt es den Kinderwelten Verein für den Mehrgenerationenspielplatz. Beide Vereine engagieren sich für die Unterhaltung der Plätze.

Platz für Senioren

Die Bohmter SPD hatte am Montagabend in einer öffentlichen Sitzung ihre Gründe für den Stopp des Bewegungsbands erklärt und mit Bürgern diskutiert. Unter anderem kritisierte sie, dass der Platz in den derzeitigen Planungen nicht für mehrere Generationen sei, sondern vor allem für Kinder. Die Bohmterin Katharina Helling ist eine der Unterschriftensammlerinnen. Sie sagt: "Es gibt viel für Senioren. Geplant sind auf dem Mehrgenerationenspielplatz ein Grill- und Picknickplatz, eine Boulebahn und natürlich viele Bänke. Ich weiß nicht, was die SPD noch mehr für die Senioren haben will."