Fachbüro: Besser für das Grundwasser Vorbereitende Arbeiten für Kiesabbau in Schwegermoor angelaufen


Hunteburg. Die Hunteburger Kies- und Sandwerke (HKS) haben mit umfangreichen Arbeiten zur Herrichtung des Betriebsgeländes für das Kieswerk Schwegermoor begonnen.

Wie Betriebsleiter Wolfgang Niehoff im Gespräch mit unserer Redaktion betonte, sei nach 15 Monaten Enttorfungsarbeiten nun mit dem Bau begonnen worden. Voraussichtlich bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten, bei denen „überwiegend Handwerker aus Hunteburg und Umgebung beauftragt werden“, abgeschlossen sein.

Für den Neubau eines Büro- und Sozialgebäudes und einer Betriebshalle zeichnet der heimische Architekt Martin Nordhoff verantwortlich. Wolfgang Niehoff betont, in Schwegermoor gebe es eine doppelte Nutzung des Rohstofflagers, einmal den Torf und dann den Kies. Letzterer diene der Versorgung der regionalen Baustoffindustrie mit qualifizierten Produkten.

30 Jahre lang Kiesabbau

Rückblick: Der Landkreis Osnabrück erließ 2011 einen Planfeststellungsbeschluss, durch den die Genehmigung erteilt wurde, auf einer rund 70 Hektar großen Fläche 30 Jahre lang Kies abzubauen. Dieser Beschluss wurde für sofort vollziehbar erklärt.

Gegen diesen Beschluss hatte das Umweltforum Osnabrücker Land Klage eingereicht. Das hatte die aufschiebende Wirkung für den Beschluss zur Folge, sodass HKS die endgültige Entscheidung durch das Klageverfahren hätte abwarten müssen, bis sie mit dem Bodenabbau im Schwegermoor hätte beginnen dürfen.

Juristisches Tauziehen

HKS, das zur Holemanns-Gruppe mit Sitz im rheinischen Rees gehört, stellte einen Antrag auf sofortige Vollziehung. Diesem Antrag wurde entsprochen, und daher hat der Landkreis 2012 die sofortige Vollziehbarkeit des Planfeststellungsbeschlusses angeordnet.

Das Oberverwaltungsgericht schließlich hat dann nach juristischem Tauziehen 2013 den Antrag des Umweltforums auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung endgültig abgelehnt.

In der Bewertung des Fachbüros „IMPaC“ aus Hamburg zum Grundwassermonitoring wird der Schluss gezogen, dass der Kies- und Sandabbau besser für das Grundwasser ist, da die Abbauflächen nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden und die Beaufschlagung des Grundwassers durch Gülle verringert wird.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN