Neue Beleuchtung der Engobetafeln Herzenswunsch des ersten Bohmter Pastors erfüllt

Von Gertrud Premke

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Die Engobetafeln in der St.-Thomas-Kirche in Bohmte, die Schöpfungsmotive zeigen, stellen sich in neuem Licht dar. Im Bild (von links): Herbert Gottlieb, Margarete Schorege und Hartmut Weinbrenner. Foto: Gertrud PremkeDie Engobetafeln in der St.-Thomas-Kirche in Bohmte, die Schöpfungsmotive zeigen, stellen sich in neuem Licht dar. Im Bild (von links): Herbert Gottlieb, Margarete Schorege und Hartmut Weinbrenner. Foto: Gertrud Premke

Bohmte. „Ahhhh“, es ging ein Raunen durch die St.-Thomas-Kirche in Bohmte, als Margarete Schorege, Witwe des ersten Pastors dieser Kirche, Hans-Dieter Schorege, die eigens nach Bohmte gekommen war, den Lichtschalter umlegte und die 14 handgefertigten Engobetafeln stimmungsvoll-dezent angestrahlt wurden.

„Einer der Pioniere hat in sensibler und liebevoller Weise meinem im Oktober 2014 verstorbenen Mann einen leisen Herzenswunsch erfüllt und diese Tafeln, die nun so wunderschön angestrahlt werden, zum Leuchten gebracht“, bedankt sich Margarete Schorege bei Sponsor Herbert Gottlieb, dem die Idee dazu bereits im vergangenen Herbst gekommen war.

Am 2. Mai 1965 wurde Hans-Dieter Schorege als erster (eigener) Pastor der evangelischen Gemeinde in Bohmte eingeführt. Entsprechend feiert die St.-Thomas-Gemeinde neben der Einweihung der Beleuchtung der 14 Tafeln auch das 50. Jubiläum ihres ersten Pastors. Während seiner Amtszeit in Bohmte erlebte die Gemeinde einen tief greifenden Wandel: den Einbau der Buntglasfensterfassade und des Altarbildes und den Bau des Gemeindezentrums mit der großen Bühne. Eine lebendige Theaterarbeit entstand nicht zuletzt durch die Förderung von Margarete Schorege.

„Wir hatten damals das große Glück in der neuen Gemeinde, dass alle, ob Jung oder Alt, mit allen Händen beim Aufbau der Gemeinde geholfen haben“, bedankt sich Schorege und erinnert an die Aufbauzeit, die Namensgebung der 1955 erbauten St.-Thomas-Kirche und das künstlerische Wirken des Künstlerehepaares Theo und Ruth Landmann.

Nicht nur die 14 Engobetafeln, die die Schöpfung zum Thema haben, sondern auch die vierteilige Buntglasbetonfensterwand „Von der Liebe Gottes“ sowie das Altarbild in der St.-Thomas-Kirche gehen auf die künstlerische Gestaltung und Arbeit von Theo und Ruth Landmann zurück.

Engobe, darunter versteht man eine Tonmineralmasse, die zur Einfärbung oder Beschichtung von Keramik dient. Engoben bilden nicht wie Glasuren Schutzschichten. Engobe ist eine Art von Keramik, bei der die verwendeten Farben sofort der Masse aus Ton beigemischt werden. Der nachfolgende Brennvorgang macht Engobe-Keramiken zudem hitzebeständig. Durch die Anbringung der Lampen über diesen vierzehn Keramiktafeln in der St.-Thomas-Gemeinde kommen nunmehr ihre Erdfarben besonders zur Geltung und strahlen nun durch den sichtbaren Kontrast und die Sättigung der Farben regelrecht in sich.

Die neue Beleuchtung, die sich über jeder einzelnen Tafel befindet, wurde im Anschluss an einen sogenannten „Anderen Gottesdienst“ eingeweiht. Daran hatte unter anderem die Kirchenband mitgewirkt. Zu dem einem kleinen Empfang danach mit Sekt und Snacks konnte Pastor Hartmut Weinbrenner auch Margarete Schorege und Herbert Gottlieb begrüßen.


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