Bauhofchef tritt in Ruhestand Für alle Bohmter Bürger das Beste gegeben

Bei der Verabschiedung Helmut Machos (mit Enkel Maximilian auf dem Arm, davor dessen Bruder Lukas) galten dem Mann, der 34 Jahre auf dem Bauhof tätig war, jede Menge DankesworteFoto: Karin KemperBei der Verabschiedung Helmut Machos (mit Enkel Maximilian auf dem Arm, davor dessen Bruder Lukas) galten dem Mann, der 34 Jahre auf dem Bauhof tätig war, jede Menge DankesworteFoto: Karin Kemper

Bohmte. Wer 12502 Tage gute Arbeit für die Gemeinde Bohmte geleistet hat, der verdient einen Abschied in den Ruhestand in großer Runde. So geschehen am Montagabend, als es nach 34 Jahren und 3 Monaten galt, Helmut Macho, dem Chef des Bohmter Bauhofes, für seine Arbeit zu danken.

Als Bürgermeister Klaus Goedejohann im Landgasthaus Gieseke-Asshorn die Zahlen nannte, klang es aus dem Hintergrund: „Der arme Mann.“ Gelächter war die Folge und die Ergänzung: „Helmut ist ein Beispiel dafür, wie man sich mit dem Arbeitgeber und der Gemeinschaft verbunden fühlen kann.“ Macho war nicht nur rund um den Bauhof, sondern auch bei der Freiwilligen Feuerwehr zu jeder Zeit bereit, sich einzubringen, hieß es weiter.

Die Tätigkeit bei der Gemeinde hatte Macho (Geburtsjahrgang 1952) am 1. November 1980 aufgenommen. Zuvor hatte er unter anderem eine Kfz-Lehre absolviert und seinen Wehrdienst geleistet. Zu den Aufgaben gehörten auch Arbeiten im Bereich des Wasserwerks und auf dem Friedhof. Goedejohann unterstrich: „Helmut hat nicht lamentiert, sondern die Arbeit gemacht.“ Am 1. Juni 1995 übernahm Macho die Aufgabe des Vorarbeiters des Bauhofteams. Und auch in dieser Funktion galt: „Wir konnten uns immer zu 100 Prozent auf Helmut verlassen.“

Und noch etwas durfte nicht unerwähnt bleiben. Der Bürgermeister verwies darauf, dass man sich viele Veranstaltungen nicht ohne Helmuts leckeres Grillgut vorstellen könne. Die wichtige Ergänzung lautete: „Das Grillen ist eines deiner Hobbys, das du sicher nicht bleiben lassen wirst...“

Goedejohann fügte hinzu: „Und ein ernst gemeintes Dankeschön an Ehefrau Erika darf nicht fehlen.“ Dazu gehörte ein Blumenstrauß. Die kurze Zusammenfassung lautete: „Der Name Macho ist mit viel Gutem in der Gemeinde Bohmte verbunden.“

Ratsvorsitzender Helmut Buß hatte eine weitere Beschreibung für das Wirken des Mannes, der Ende Januar 2015 in den Ruhestand tritt, parat. Sie lautete: „Helmut Macho kann mit Berechtigung sagen: Ich habe für alle Bohmter Bürger mein Bestes gegeben.“

Nicht minder prägnant die Dankesworte von Rainer Hüsemann, Vorsitzender des Personalrats der Gemeinde: „Helmut hat stets Kollegialität gelebt. Die interne Notrufnummer 112 lautete: Ruf mal eben Helmut an...“

Allerbeste Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Helmut Macho führte Ronald Fortmann, Vorsitzender der Bohmter Werbegemeinschaft und Mitglied des Marktausschusses, an: „Danke für alles, was wir zusammen haben tun können. Einiges davon auf den letzten Drücker.“ In Richtung des zukünftigen Rentners hieß es: „Du bist immer so herrlich unaufgeregt und wunderbar beruhigend. Es ist ein Genuss, mit dir zusammenzuarbeiten.“

Die Zahlenstärke des Bauhofteams bleibt übrigens erhalten. Neu hinzu kommt der Hunteburger Markus Ballmann. Die Funktion des Vorarbeiters übernimmt Gerd Hilge, Stellvertreter ist Ansgar Molitor. Hilge meinte bei der Übergabe des Abschiedsgeschenks, dass Macho mit einem Lkw-Modell, mit symbolischen Steinen, Brennholz und Grillutensilien vorliebnehmen müsse – für die Originale wäre im Saal einfach nicht der richtige Ort gewesen. Der Schlusssatz lautete: „Was bleibt übrig? Dir Glück zu wünschen mit einem kleinen Blumentopf und ein Taschengeld hinzuzufügen...“

Der Vielgelobte machte nicht viele Worte. Er sagte: „Danke. Ich wünsche mir, dass alles so weitergeht.“


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