Winterkonzert Klingende Weltreise im Rittersaal Lemförde

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Mit einem Streifzug durch Skandinavien begann das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ sein Winterkonzert. Foto: Christa BechtelMit einem Streifzug durch Skandinavien begann das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ sein Winterkonzert. Foto: Christa Bechtel

Lemförde. Handgemachte Musik auf hohem Niveau konnten die Besucher im Lemförder Rittersaal so sehr genießen, dass sie sich nach gut zweieinhalb Stunden mit stehenden Ovationen bedankten. Anlass für diese Begeisterung war das Winterkonzert des Orchesters des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“, das Jahr für Jahr ein musikalisches Highlight in der Dümmerregion ist.

.Der Vorsitzende . Karl-Wilhelm Meyerrose dankte der Gemeinde während seiner Begrüßung dafür, „dass wir die Möglichkeit haben, unser Konzert in diesem wunderschönen Saal aufzuführen.“ Sein weiterer Dank galt dem jungen Nachwuchs im Orchester sowie Dirigent Stephan Flore, „der uns seit 20 Jahren leitet“. Launig und mit zahlreichen Informationen und Anekdoten führten Stephan Klöpzig im ersten Teil und Matthias Henseleit nach der Pause durch das Programm.

Zum Auftakt ging es mit „Scandinavia“ von Alfred Bösendorfer in nordische Gefilde. Für dieses Stück wählte der Komponist die freie, rhapsodische Form, um eine klingende Reise durch die einzelnen Länder Skandinaviens zu unternehmen.

Ausgangspunkt ist Lappland, wo die Konzertbesucher in einem kurzen Festmarsch den Zug der Rentiere und die Lappen begleiteten. Angekommen in Schweden, imitiert Bösendorfer zum Teil mit schwermütigen Tanzweisen ein bäuerliches Volksfest. Die Weite Norwegens stellt er mit schönen, satten Harmonien und zartem melancholischen Lyrismus dar, die an Edvard Grieg erinnern. In Dänemark angekommen vermittelt der Komponist ausgelassene Lebensfreude und feurige, slawisch anmutende Tanzformen durch Stimmenvielfalt, farbenreiche Orchestrierung und üppigen Melodienreichtum.

Anschließend setzte das Orchester unter der engagierten Leitung Flores seinen Streifzug durch die Klassik fort mit der „Peer Gynt Suite No. 1“. Solistisch beeindruckte Ciara Nolte, Querflöte, mit „Flute Concertino in D major“ von Cécile Chaminade, die von Stephan Flore am Klavier begleitet wurde. Mit einem Querschnitt aus dem Musical „Miss Saigon“ nach einem Arrangement von Johan de Meij wurde dem Orchester ein großes Maß an Können abverlangt. Denn sowohl in harmonischer und technischer Hinsicht als auch im Zusammenspiel bieten die Stücke aus der Feder de Meijs einen hohen Schwierigkeitsgrad. Mit Ausschnitten aus „The Rocky Horror Picture Show“ ging es in die Pause, während der das Brockumer Landgasthaus Koch das Catering übernahm.

Mit dem vielseitigen Sound von Jay Bocooks „Shackelford Banks“ war das Ensemble zu Beginn des zweiten Teils im Wilden Westen angekommen.

Als weitere Programmpunkte folgten dann Medleys von den Rolling Stones „The Music Tour“, unter dem Titel „Vive la France“ unvergessene Ohrwürmer von den Beatles sowie „The Muppets“, wo Meyerrose als angekettetes Tier in den Rittersaal kam und für ein furioses Schlagzeug-Solo sorgte.

Die Zuhörer waren begeistert, sodass am Ende des Konzerts zwei weihnachtliche Zugaben folgten und sogar noch der Nikolaus zu Besuch kam...


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